Technischer Aktien- und Rentenmarktkommentar

Für die Woche vom 12. – 16. August 2019

DAX

Der DAX schloss die letzte Handelswoche bei 11.694 Punkten und somit 1,50 % tiefer als die Woche davor. Belastend wirken neben dem ungewissen Ausgang des Brexits und dem sich zunehmend verschärfenden Ton im Handelsstreit zwischen den USA und China nun zusätzlich die Regierungskrise in Italien. Der Dax ist im Rahmen der Abwärtsbewegung bis in den Bereich der Unterstützungslinie bei ca. 11.600 Punkten gefallen. Hier hat der Markt Halt gefunden und den steilen Abwärtstrend zur Seite verlassen. Auch wenn der Freitagshandel recht negativ verlaufen ist, dürfte die Woche mit einer Erholungsbewegung starten. Dafür sprechen das Halten an der Unterstützungslinie sowie das Kaufsignal des Stochastik-Indikators. Zudem haben die US-Märkte einen Teil ihrer Tagesverluste zum Handelsende am Freitag wieder aufgeholt. Dies muss im deutschen Markt noch verarbeitet werden. Ob ein positiver Wochenauftakt genügt, um erneut in den 12.000er-Bereich vorzudringen, bleibt abzuwarten.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit 3.334 Punkten aus dem Handel und lag somit im Vergleich zur vorherigen Woche ca. 1,26 % tiefer. Bislang wirkten vor allem der Brexit und mehr noch der sich zuspitzende Handelskrieg zwischen den USA und China als Belastungsfaktoren. Nun kommt als weiterer Faktor die Regierungskrise in Italien hinzu. Dadurch werden hauptsächlich französische und deutsche Banken zusätzlich belastet. Das Chartbild bleibt anhaltend eingetrübt. Weitere Abgaben bis zur 200-Tages-Linie (aktuell bei 3.294 Punkten) erscheinen möglich. Davor findet sich ein Widerstand bei 3.320 Punkten. Ob jedoch ein positiver Wochenstart genügt, um erneut in den 3.400er-Bereich vorzudringen, wo massive Widerstände einer schnellen Aufwärtsbewegung im Weg stehen, bleibt abzuwarten.

Dow Jones Industrial

Die Börsenwoche verlief turbulent. Dabei hatte es in der ersten Wochenhälfte für die amerikanischen Indizes noch bedeutend schlimmer ausgesehen. China hatte am Montag die Landeswährung Yuan abgewertet und damit die Eskalationsspirale im Handelskrieg mit den USA weiter angetrieben. An den Börsen hatte dies Verkaufswellen ausgelöst. Der Dow Jones Index ist bis an die 200-Tages-Durchschnittslinie gefallen und konnte sich von dort aus wieder etwas erholen. Diese Erholungsbewegung erfolgte allerdings mit fallenden Umsätzen. Trotzdem besteht jetzt eine gute Chance auf eine Ausweitung der Erholung. Der Stochastik-Indikator hat ein Kaufsignal generiert und der MACD-Indikator steht kurz vor einem solchen. Somit könnte der US-Index bis in den Bereich der alten Widerstandslinie bei knapp unter 27.000 Punkten steigen.

Bund Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 177,27 Punkten. Die Risikoaversion der Marktteilnehmer bleibt weiterhin erhöht, obwohl sich die internationalen Aktienmärkte erholen konnten. Der technische Ausblick ist weiterhin konstruktiv zu werten. Einzig die überkaufte Marktsituation bremst den Optimismus. Vermutlich wird der positive Trend jedoch mittelfristig weiter anhalten. Unterstützungen befinden sich bei 176,52 und 176,38 Punkten.

Einschätzung

Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass das Aufwärtspotential begrenzt bleibt und die Abwärtsrisiken das Marktgeschehen dominieren sollten.

Stand: 12. August 2019

Gemälde GL-Saal
Norbert Frey

Norbert Frey

Leiter Fondsmanagement. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften war er bei Banken und Versicherungen tätig und verfügt über eine mehr als 30-jährige Berufserfahrung.

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