Technischer Aktien- und Rentenmarktkommentar

für die Woche vom 18. – 22. November 2019

DAX

In der vergangenen Handelswoche bewegte sich der Deutsche Aktienindex seitwärts. Am Ende stand ein kleines Plus von 13 Punkten. Charttechnisch bedeutend ist weiterhin das Allzeithoch bei 13.597 Punkten auf der Oberseite sowie die runde Marke von 13.000 Punkten auf der Unterseite. Solange sich der Index innerhalb dieser Handelsspanne bewegt, sind Ausschläge in beide Richtungen denkbar. Bei einem nachhaltigen Überwinden des Allzeithochs entstünde ein mittelfristiges Kaufsignal. Wir rechnen allerdings nicht, dass dies dem Index im ersten Anlauf gelingen wird. Die charttechnischen Indikatoren untermauern dieses Szenario. Dies könnte nun zu einer Fortsetzung der Konsolidierung und leichten Kursrückgängen führen. Solange allerdings die Marke von 13.000 Punkten nicht unterschritten wird, besteht aus charttechnischer Sicht kein Grund zur Sorge.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 ging am Freitag mit 3.711 Punkten aus dem Handel. Der Aufwärtstrendkanal bleibt charttechnisch weiter intakt, jedoch befinden sich auch hier einige technische Indikatoren im überkauften Bereich. Somit könnten wir uns in Analogie zum Deutschen Aktienindex DAX vorstellen, dass vor einem möglicherweise weiteren Kursanstieg zunächst eine Konsolidierung bevorsteht. Unterstützungen sehen wir bei 3.637 und 3.570 Punkten.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones schloss vergangene Woche bei 28.063 Punkten. Damit konnte der Dow Jones auch in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch erreichen. Positive Verlautbarungen des US-Notenbank-Präsidenten Powell, wonach die Wirtschaft sich an einem guten Punkt befinde und die Geldpolitik gut laufe, sorgten für leichte Unterstützung. Auch im Handelsstreit gab es versöhnliche Töne. So konnten die überhitzten Indikatoren im kurzfristigen Bereich etwas abgebaut werden. Wir halten das Aufwärtspotenzial aktuell nach wie vor für begrenzt, viel mehr Potenzial als die Marke bei 28.000 Punkten sehen wir ohne vorherige Konsolidierung nicht. Auf der Unterseite stellt das bisherige Allzeithoch bei 27.399 Punkten die nächste Unterstützung dar, gefolgt vom Bereich bei 27.250 Punkten. Wir halten jedoch eine größere Konsolidierung für wahrscheinlich, so dass wir einen Retest der 200-Tage-Linie (aktuell bei 26.340 Punkten) für möglich halten. Aller Euphorie zum Trotz, insbesondere im Hinblick auf die eigentlich positive Saisonalität, gehen wir aktuell davon aus, dass wir auf der Oberseite nicht viel verpassen und derzeit die Risiken überwiegen.

Bund-Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 170,70 Punkten. Damit lieferte das Rentenbarometer in der vergangenen Woche ein eindrucksvolles Comeback mit einem Anstieg um 125 Ticks. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird nun sein, ob es gelingt, den Widerstand bei 171,25 Punkten zu überwinden. Gelingt dies, so wäre ein weiterer Kursanstieg bis in den Bereich von 175 Punkten möglich. Dreht die Notierung aber im Bereich der Widerstandslinie nach unten ab, war der jüngste Anstieg nur ein Pullback. In diesem Falle ist mit einem Rückgang bis zur Unterstützung bei 166,80 Punkten zu rechnen.

Einschätzung

Die Börsen besitzen noch etwas Spielraum nach oben, wir halten das Aufwärtspotenzial jedoch für begrenzt und glauben nach oben nicht viel zu verpassen. Trotz des robusten Momentums überwiegen aktuell die Risiken. Ein Test der genannten Unterstützungen erscheint durchaus möglich.

Stand: 18. November 2019 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

Gemälde GL-Saal

Christian Curac

Der zertifizierte Chartered Financial Analyst® (CFA®) ist Mitglied des Fondsmanagement Teams. Bevor er 2019 zu der Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft kam, war er als Investment Performance Analyst innerhalb der Allianz SE Gruppe tätig. Er hat einen Bachelor- und Masterabschluss in Volkswirtschaftslehre von der Universität Regensburg.

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