Historischer Trend zeigt: Sommer-Rallye möglich

Starkes erstes Halbjahr legt die Basis

Wieder einmal waren es die beiden US-Indizes, die im ersten Halbjahr 2024 eine fulminante Entwicklung zeigten: der S&P 500 mit einem Plus von 14 % und der NASDAQ 100 sogar mit 17 %. Doch auch im Rest der Welt liefen die Aktienmärkte sehr ordentlich. Der MSCI World legte etwa 11 % zu und auch der DAX rund 9 %.

Verantwortlich für die deutliche Outperformance sind nach wie vor die Technologie-Schwergewichte. Das ist auch in diesem Jahr so und könnte auch noch eine Weile so bleiben. Dennoch werden nach einem solchen Lauf auch mehr kritische Stimmen laut. Die US-Aktien haben sich in der ersten Jahreshälfte ziemlich unterschiedlich entwickelt und die Differenz ist im Juni noch einmal größer geworden. Besonders deutlich wird dies im Vergleich zwischen den +17 % im NASDAQ 100 und dem Dow Jones mit etwa 4,5 %.

Die Vorzeichen für die kommenden Wochen sind jedoch weiter positiv. Die Statistik zeigt jedenfalls, dass der Juli seit 1928 der beste Monat für den S&P 500 ist. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 % endet er positiv, bei einer durchschnittlichen Performance von 1,7 %. Betrachtet man die letzten 20 Jahre, verläuft der Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 % positiv mit einer Performance von 2,3 %. Auf dieser statistisch belegten Stärke des Julis ruhen die Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Rallye.

Das saisonale Muster des starken Julis lässt sich damit begründen, dass zu Beginn des zweiten Halbjahres traditionell hohe Kapitalströme in den Aktienmarkt fließen. Dabei wird, laut einer weiteren Statistik, die meiste Performance in den ersten 2 Juli-Wochen entstehen.

Also alle Zeichen auf Entspannung für den Sommer? Nicht ganz: Trotz der positiven Statistik ist der Aktienmarkt immer wieder für Überraschungen gut und im Sommer steigt das kurzfristige Rückschlagspotential an. Dies steht einem langfristig positiven Trend jedoch nicht entgegen. Die Gewinne der Zugpferde des Aktienmarkts sind weiterhin beachtlich und der Ausblick durch die anhaltende KI-Welle intakt.

Christoph Mertens

Christoph Mertens

Der Portfoliomanager ist nach seiner Tätigkeit im Vermögensmanagement für Firmenkunden in einem anderen Institut und seinem Studium der Bankbetriebslehre seit 2011 für die Fürst Fugger Privatbank tätig. In der Niederlassung Köln ist er verantwortlich für das Management von Spezialfonds und Vermögensverwaltungen für Pensionskassen, Family Offices, Arbeitgeberverbände, Spendenorganisationen, Stiftungen und Unternehmen. Außerdem ist er Teil des Managementgremiums der klassischen Vermögensverwaltung.

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