Marktimpressionen

Nachdem am Montag die Kurse weltweit korrigiert haben, scheint sich die Situation an den Börsen wieder zu beruhigen. Der DAX hat gestern ein Plus von 1,03 Prozent verbucht und ging mit 15.506 Punkten aus dem Handel. Auch heute sieht der Handelsstart beim deutschen Aktienbarometer freundlich aus. Banken und Broker taxieren den deutschen Leitindex aktuell 0,3 Prozent höher bei 15.559 Punkten. Seit seinem Tief bei 15.019 Zählern am Montag hat der DAX bereits bis gestern knapp 500 Punkte gutgemacht und die Kursverluste vom Wochenbeginn komplett aufgeholt. Auch an der Wallstreet war die Stimmung gestern gut. Nicht zuletzt wegen der gestrigen Fed-Notenbanksitzung. Bei der nächsten Sitzung Anfang November könne eine Drosselung der milliardenschweren Wertpapierkäufe beschlossen werden, sagte Fed-Chef Jerome Powell gestern nach der Sitzung der US-Notenbank. Bis Mitte 2022 könnten die Käufe komplett eingestellt werden. Zugleich deuten neue Prognosen auf eine Zinserhöhung im kommenden Jahr hin. Das kam aber nicht überraschend und entsprach den Erwartungen der Anleger. Als Folge stieg der US-Standardwerteindex Dow Jones um ein Prozent auf 34.258 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 legte um 0,95 Prozent auf 4.395 Punkte zu und der technologielastige Nasdaq 100 legte ähnlich stark um 0,98 Prozent auf 15.176 Punkte zu. In Asien ist es am Donnerstag an den wichtigsten Aktienmärkten nach oben gegangen. In China legte der CSI-300-Index zuletzt 0,6 Prozent zu und bügelte damit die Vortagsverluste wieder aus. In der Sonderverwaltungszone Hongkong zog der dortige Leitindex Hang-Seng-Index 0,7 Prozent an. Dort war der Aktienmarkt wegen eines Feiertags am Mittwoch geschlossen. Im Blickpunkt stand einmal mehr das Papier des angeschlagenen Immobilienkonzerns Evergrande. Die Aktie des Unternehmens legte deutlich zu. Laut Beobachtern reagierten Anleger auf eine Ankündigung vom Vortag, wonach sich der Konzern etwas Luft verschaffen konnte. In Tokio ist die Börse am Donnerstag wegen eines Feiertags geschlossen.

Am Devisenmarkt hat sich der Euro am Donnerstag im frühen Handel etwas von seinen Kursverlusten vom Vorabend erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1710 Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Die Ölpreise sind am Donnerstag im frühen Handel weiter gestiegen, wenn auch nur leicht. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 76,35 US-Dollar. Das waren 16 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate stieg um 15 Cent auf 72,38 Dollar.

Im Bundestag wurde gestern eine neue Regelung für Ungeimpfte beschlossen. Falls sich nicht geimpfte Personen in Quarantäne begeben müssen, erhalten diese ab November keine Lohnersatzleistungen mehr vom Staat. Dies gilt jedoch nicht für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

Gestern senkte das Münchener ifo-Institut seine Prognose für das deutsche BIP-Wachstum 2021 von 3,3 Prozent auf nur noch 2,5 Prozent. Zugleich erhöhte es jedoch seine Schätzung für das kommende Jahr von 4,3 Prozent auf 5,1 Prozent Im Laufe des Tages stehen die Markit-Einkaufsmanagerindizes für September – jeweils sowohl für das Verarbeitende Gewerbe als auch für den Dienstleistungssektor – auf der Agenda. Den Anfang machen die deutschen Zahlen, welche für 9:30 Uhr terminiert sind. Um 15:45 Uhr folgen schließlich die Zahlen aus den USA.

 

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in den heutigen Handelstag!

Stand: 23. September 2021 – Makroökonomische Betrachtungen und Meinungen der Fürst Fugger Privatbank werden unter Verwendung von öffentlich zugänglichen Quellen mit größtmöglicher Sorgfalt ohne Gewähr für die Richtigkeit der Angaben recherchiert. Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.