Marktimpressionen

An den Devisenmärkten wirken die Aussagen der US-Notenbank vom Mittwochabend noch nach. Nachdem der FED-Chef Jerome Powell zwei Zinserhöhungen für 2023 in Aussicht gestellt hat und damit eine mittelfristige Straffung der US Geldpolitik signalisierte, legte der Dollar kräftig zu. Die Zinsschere zum Euroraum dürfte weiter aufgehen. Seit Mittwoch hat der Euro in dem Zuge rund zwei Cent eingebüßt. Heute morgen tendiert die Gemeinschaftswährung bei 1,1916 Dollar.

Erstaunlich gelassen reagierten dagegen die Aktienmärkte. An der Wall Street gab der Dow Jones Index am Donnerstag lediglich 0,6 % nach.
Der Nasdaq 100 kletterte sogar auf ein neues Rekordhoch und stieg um 1,3% an. Auch der DAX zeigte sich robust. Er beendete den gestrigen Handelstag mit einem moderaten Plus von 0,1 %. Der Nikkei 225 schloss heute morgen kaum verändert. Der Hang Seng in Hongkong legte hingegen um 0,59 % zu.

Der billige Euro sollte den DAX weiter stützen. Am großen Verfallstag liegen die Indikationen auf den DAX vorbörslich bei 15.725 Punkten und somit nur minimal unter dem Vortagesniveau. Der DAX bleibt damit weiter in der Nähe seines zu Wochenbeginn erreichten Rekordhochs von 15.803 Zählern.

An den Aktienmärkten scheinen die FED Ankündigungen weitgehend eingepreist, Die Marktteilnehmer konzentrieren sich damit stärker auf die steigenden Firmengewinne und das robuste Wachstum. Denn die Aussichten hellen sich hier weiter auf. Zwar trübte sich das Geschäftsklima des Philly Fed Index etwas ein, der Sammelindex der wirtschaftlichen US-Frühindikatoren stieg dagegen im Mai um 1,3 % an.

Angesichts der geldpolitischen Aussagen der FED geriet neben dem Euro auch der Goldpreis unter Druck. Der Preis für eine Feinunze Gold gab deutlich nach und rutschte unter die technische Unterstützungsmarke von 1.800 US-Dollar. Aktuell tendiert das Edelmetall bei 1.784 US-Dollar je Feinunze.

Der Datenkalender hält heute vorwiegend Zahlen aus Europa parat. So erwarten wir um 10:00 Uhr die Daten der EU Leistungsbilanz. Die deutschen Erzeugerpreise wurden bereits um 8:00 Uhr veröffentlicht und lagen mit 7,20 % deutlich über den erwarteten 6,40 %.

 

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in den letzten Handelstag!

Stand: 18. Juni 2021 – Makroökonomische Betrachtungen und Meinungen der Fürst Fugger Privatbank werden unter Verwendung von öffentlich zugänglichen Quellen mit größtmöglicher Sorgfalt ohne Gewähr für die Richtigkeit der Angaben recherchiert. Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.