Marktimpressionen

Weiterhin lastet der starke Euro auf dem Dax. Vor allem den exportstarken Unternehmen im deutschen Leitindex macht die Stärke der Gemeinschaftswährung zu schaffen. Daher wird auch heute dem Dax nicht viel zugetraut. Analysten taxieren den Dax vor dem Xetra-Handelsstart bei ca. 13.235 Punkten und damit ein paar Punkte tiefer als gestern. Die US-Vorgaben fallen gemischt aus. Der US-Leitindex Dow Jones und der technologielastige Nasdaq 100 schlossen jeweils 0,3 Prozent und 0,08 Prozent im Plus bei 29.969,52 beziehungsweise 12.467 Punkten. Der S&P 500 gab hingegen leicht nach und ging mit 3.666 Punkten aus dem Handel. Zwischenzeitlich hatten Nasdaq und S&P aber neue Höchststände erklommen. In Asien treten die Aktienmärkte am Freitag auf der Stelle. Der japanische Leitindex Nikkei 225 gab 0,22 Prozent auf 26 751 Punkte ab. Trotz der Verluste zum Wochenausklang gewann der Nikkei 225 im Vergleich zum vergangenen Freitag 0,40 Prozent zu – damit legte der Index die fünfte Woche in Folge zu. Der chinesische CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien der Börsen Schanghai und Shenzhen lag zuletzt leicht im Plus und steuert damit auf ein Wochenplus von 1,7 Prozent zu. Im Moment befinden sich die Börsianer in einem Zwiespalt: Einerseits besteht die große Hoffnung die Corona-Pandemie durch einen baldigen Impfstart zu beenden, andererseits dämpfte Pfizer diese Hoffnung am gestrigen Abend. Laut einer Meldung des Pharmakonzerns gebe es Probleme mit der Qualität von zugelieferten Grundstoffen, wonach das Unternehmen sein Produktionsziel senken musste.

Der Euro hat sich am Freitag in der Nähe seines am Vortag erreichten zweieinhalbjährigen Höchststands gehalten. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2155 US-Dollar. Die Ölpreise haben am Freitag mit Aufschlägen auf die Einigung des Ölverbunds Opec+ vom Vortag reagiert. Dem Verbund war es nach tagelangen Unstimmigkeiten gelungen, sich auf eine kurzfristige Förderpolitik zu einigen. Am Donnerstag hatten sich die 23 in der Opec+ verbündeten Länder auf eine Förderstrategie für das neue Jahr verständigt. Die Einigung sieht vor, dass ab Januar 500 000 Barrel Rohöl mehr je Tag fließen sollen. Monatlich soll das weitere Vorgehen geprüft werden. Damit weicht die Opec+ von einem früheren Beschluss ab, der eine Anhebung um knapp zwei Millionen Barrel je Tag vorsah. Hintergrund der neuen Regelung ist die ungewisse Aussicht über den Fortgang der Corona-Pandemie. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent 49,58 US-Dollar. Das waren 87 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate stieg um 70 Cent auf 46,34 Dollar.

Für etwas Bewegung an den Aktienmärkten könnte heute der US-Arbeitsmarkt sorgen, denn um 14:30 Uhr wird die Arbeitslosenquote für den Monat November erwartet. Experten rechnen mit einem geringen Rückgang auf 6,8 Prozent. Außerdem kommen um 16:00 Uhr die Auftragseingänge der Industrie. Für Deutschland wurden die Zahlen zum Auftragseingang der Industrie bereits heute früh verkündet. Für den Monat Oktober gab es einen Anstieg auf 2,9 Prozent. Experten haben lediglich mit 1,5 Prozent gerechnet. Die Erholung der Industrie hält somit weiterhin an.

 

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in den letzten Handelstag in dieser Woche!

Stand: 4. Dezember 2020 – Makroökonomische Betrachtungen und Meinungen der Fürst Fugger Privatbank werden unter Verwendung von öffentlich zugänglichen Quellen mit größtmöglicher Sorgfalt ohne Gewähr für die Richtigkeit der Angaben recherchiert. Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.