Marktimpressionen

Zuletzt hielten sich die meisten Assetklassen gut und der starke Kurssturz der Vorwochen schien vorerst aufgehalten. Doch nach dem langen Wochenende in den USA stürzten die Börsen am gestrigen Dienstag erneut ab. Der DAX fiel um 2,9 % auf 12.401 Punkte und lag damit nahe seinem Jahrestief. Der Dow Jones Index schloss 0,4 % tiefer.

Trotz der schwachen Vorgaben aus Asien konnte sich der deutsche Leitindex aber am frühen Mittwochmorgen stabilisieren. Aktuell tendiert der DAX mit 12.637 Zähler bei einem Plus von 1,9 %. Der Dow Jones Future liegt kaum verändert bei 31.005 Punkten.

Der Euro hält sich dagegen knapp über seinem am Vortag markierten 20-jährigen Tiefstand und kostet derzeit 1,0245 US-Dollar. Hintergrund für den schwachen Euro ist zum einem die Furcht vor einer Energiekrise in Europa und zum anderen der vergleichsweise zurückhaltende Kampf der EZB gegen die Inflation. Auch am Ölmarkt lasten die Rezessionssorgen auf den Preisen. Die US-Rohölsorte WTI notiert aktuell bei 98,63 US-Dollar je Barrel. Die „Antikrisen-Währung“ Gold kann derzeit nicht von der kritischen Stimmung an den Finanzmärkten profitieren, der Preis für eine Feinunze liegt am Morgen mehr als 2 % im Minus und handelt bei 1.768 US-Dollar.

So bleibt die Lage an den Märkten fragil. Wichtige Konjunkturdaten gibt es kaum. Einzig die Veröffentlichung der Auftragseingänge der deutschen Industrie steht auf der Datenagenda. Der Fokus richtet sich damit mehr auf die politischen Entwicklungen. Heute findet ein Treffen der Außenminister Chinas und der USA statt.

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in den neuen Handelstag!

Stand: 6. Juli 2022 – Makroökonomische Betrachtungen und Meinungen der Fürst Fugger Privatbank werden unter Verwendung von öffentlich zugänglichen Quellen mit größtmöglicher Sorgfalt ohne Gewähr für die Richtigkeit der Angaben recherchiert. Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.