Marktimpressionen

Nach dem gestrigen Kursrutsch von 1,8 Prozent auf 13.919 Punkte, wird der DAX zur Wochenmitte einen weiteren Anlauf starten die 14.000 Punkte zurückzuerobern. An der Wall Street hatten zunächst schwache Zahlen des Messenger-Dienstes Snapchat die Anleger geschockt. Snap-Aktien stürzten gut 43 Prozent ab und zogen vor allem Technologieaktien nach unten. Der Nasdaq-Index fiel um 2,3 Prozent auf 11.264 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,8 Prozent auf 3.941 Zähler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte aber drehte gegen Handelsschluss noch in den positiven Bereich. Er legte 0,2 Prozent auf 31.929 Stellen zu. Die wichtigsten Indizes in Asien fanden zuletzt keine gemeinsame Richtung. In Japan verlor der Nikkei 225 0,26 Prozent. Der Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungszone Hongkong lag vor Handelsschluss mit etwa 0,2 Prozent im Plus. Auch der CSI-300 mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlandes lag mit 0,3 Prozent in der Gewinnzone.

Am Devisenmarkt hat der Euro am Mittwochmorgen etwas schwächer tendiert. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,0705 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 114,89 US-Dollar. Das waren 1,33 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate stieg um 1,30 Dollar auf 111,07 Dollar.

Die EZB-Chefin Christine Lagarde hat gestern Spekulationen über eine schnellere Zinserhöhung befeuert. In einem Interview sagte Lagarde der Einlagenzins könnte bereits Ende des dritten Quartals bei null oder auch etwas darüber liegen. Bei den gestern veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes schnitt das verarbeitende Gewerbe in Deutschland mit einem leichten Anstieg von 54,6 auf 54,7 Punkte im Mai besser als erwartet ab. Der Dienstleistungssektor musste dagegen einen höheren Rückgang als erwartet von 57,6 auf 56,3 Zähler hinnehmen und entwickelte sich damit fast identisch zur Eurozone.

Auf dem Makrokalender stand für Deutschland bereits um 08:00 Uhr das GfK Verbrauchervertrauen auf der Agenda. Für Juni liegt der Wert weiterhin im negativen Bereich bei Minus 26 Zählern.  Aus den USA folgen dann um 14:30 die April-Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Güter. Außerdem wird an den US-Börsen mit großer Spannung auf die Veröffentlichung der Fed-Protokolle heute Abend geschaut, die Einblick in die weitere US-Geldpolitik geben könnten.

 

Wir wünschen Ihnen einen erfolgreichen Start in den heutigen Handelstag!

Stand: 25. Mai 2022 – Makroökonomische Betrachtungen und Meinungen der Fürst Fugger Privatbank werden unter Verwendung von öffentlich zugänglichen Quellen mit größtmöglicher Sorgfalt ohne Gewähr für die Richtigkeit der Angaben recherchiert. Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.