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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 26. – 30.01.2026

DAX

Der DAX beendete die Handelswoche bei 24.901 Punkten und verlor gegenüber dem Vorfreitag 1,57 %. Der Euro Stoxx 50 gab im selben Zeitraum um 1,35 % nach, damit fiel der deutsche Leitindex etwas schwächer aus. Die Stimmung blieb wechselhaft, weil nach dem Jahresauftakt Gewinne mitgenommen wurden und geopolitische Schlagzeilen sowie Zollthemen für Zurückhaltung sorgten. Auf Einzeltitelebene stach QIAGEN mit +12,54 % hervor, gefolgt von Bayer mit +7,32 % und der Volkswagen Vorzugsaktie mit +4,04 %. Am Ende der Rangliste standen adidas mit -10,07 %, Zalando mit -6,84 % und Siemens Healthineers mit -6,48 %, was die Spanne zwischen defensiven und konjunktursensiblen Titeln in dieser Woche unterstrich. Aus charttechnischer Sicht war es ein Rücksetzer von der Zone oberhalb von 25.000 Punkten, nachdem der Index zuvor bis zu 25.100 gelaufen war. Zum Wochenschluss hielt der Bereich um 24.800 zunächst dagegen, und solange diese Unterstützung verteidigt wird, bleibt die Konsolidierung geordnet. Der Wochenverlauf war von schnellen Richtungswechseln geprägt, weshalb kurzfristig vor allem Schlusskurse zählen. Auf der Oberseite wäre ein Rücklauf über 25.300 ein Signal, dass der Markt wieder Druck Richtung Jahreshoch bei 25.508 aufbaut. Rutscht der Index dagegen unter 24.200, rückt als nächste Orientierungsmarke das aus der 52‑Wochen‑Spanne abgeleitete Fibonacci‑Niveau bei 23.850 in den Fokus. In der neuen Handelswoche schauen Anleger auf den Geschäftsklimaindex des ifo Instituts am Montag und auf die Quartalszahlen von SAP und der Deutschen Bank am Donnerstag.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 0,5 %. Er schloss bei 49.099 Punkten. Wir sahen eine volatile Handelswoche, die zunächst durch neue Zölle der USA gegenüber 8 europäischen Ländern bestimmt wurde. Später wurden diese zurückgenommen und die US-Märkte erholten sich. Gefragt waren Energieaktien (+3,1 %) und Grundstoffe (+2,6 %), während es bei den Sektoren Finanzen (-2,5 %) und Industrie (-1,6 %) Gewinnmitnahmen gab. In dieser Woche wird der Fokus auf der Berichtssaison und auf der US-Notenbanksitzung liegen. Der Dow Jones konsolidierte in der Vorwoche mit einem Intraday-Tief von 48.297 Punkten beinahe bis zum Hoch von Mitte November 2025 bei 48.283 Punkten, ehe es zu einer Gegenbewegung kam. Diese hatte bisher jedoch wenig Dynamik und schaffte es nicht das Allzeithoch bei 49.534 Punkten zu überwinden. Aus diesen beiden Marken wird klar, dass sich der Dow Jones aktuell in einer engen Bandbreite bewegt. Angesichts einer weitgehend technisch überhitzten Indikatorenlage sollte auch in dieser Woche nicht viel Aufwärtsdynamik entstehen können, beispielsweise durch positive Kommentare der US- Notenbank oder positive Quartalszahlen. Dies könnte zwar den nötigen Impuls geben, um das Allzeithoch (Intraday bei 49.679 Punkten) zu überwinden, aber nicht, um den Trendkanal nachhaltig zu überschreiten, der aktuell im Bereich von 49.830 Punkten verläuft. Er lässt sich aus den Hochpunkten der Verlaufshochs seit Anfang Juli über Mitte November herleiten. Auf der Unterseite ist die 38-Tage-Linie bei 48.593 Punkten unterstützend, gefolgt von der 50-Tage-Linie (aktuell bei 48.158 Punkten).

Einschätzung

Wir erwarten eine volatile Handelswoche mit wichtigen Quartalszahlen und der US- Notenbanksitzung. Gerade die berichtenden Techkonzerne Microsoft, Apple, Meta und Tesla können die Aktienmärkte bewegen, nachdem diese in den letzten Wochen eher konsolidiert haben. Insgesamt sehen wir die Indikatorenlage noch im technisch überhitzten Bereich und halten das Aufwärtspotenzial deshalb für begrenzt.

 

Stand: 26. Januar 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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