für die Woche vom 23. – 27.02.2026
DAX
Der DAX beendete die Woche zum Xetra-Schluss am Freitag bei 25.261 Punkten und legte gegenüber der Vorwoche um 1,39 % zu. Damit blieb er hinter dem Euro Stoxx 50 zurück, der in derselben Woche um 2,44 % stieg. Rückenwind kam zum Wochenausklang von der Hoffnung auf weniger Handelshemmnisse, während Anleger zugleich einzelne Branchen sehr unterschiedlich bewerteten. Auf Einzeltitelebene führten Heidelberg Materials (9,21 %), Rheinmetall (8,14 %) und Commerzbank (7,25 %) die Gewinnerliste an. Unter Druck gerieten Brenntag (-7,15 %), QIAGEN (-5,30 %) und Bayer (-5,01 %). Im Kursbild fiel auf, dass der Rücksetzer vom Donnerstag schnell aufgeholt wurde und die runde Marke von 25.000 Punkten wieder als Orientierung diente. Die Handelsspanne der Woche reichte von 24.734 Punkten bis 25.331 Punkten, wobei sich Stärke und Schwäche im Wochenverlauf mehrfach abwechselten. Auf der Oberseite bleibt das Rekordhoch bei 25.508 Punkten die zentrale Hürde, darüber wären neue Bestmarken möglich. Nach unten gilt der Schlussstand der Vorwoche bei 24.915 Punkten als erste Haltezone, während die 76,4 %-Fibonacci-Marke der 52‑Wochen-Spanne bei 23.852 Punkten als deutlich tiefer liegende Absicherung herangezogen werden kann. Erst ein klarer Bruch aus dieser Struktur würde die Schwankungen wieder sichtbar erhöhen. In der neuen Woche rücken heute das Geschäftsklima des ifo Instituts für Februar sowie der Eurostat-Stimmungsindikator am Donnerstag in den Fokus. Unternehmensseitig stehen die Zahlen von Deutsche Telekom, Allianz und Münchener Rück sowie von BASF auf der Agenda.
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones legte in der vergangenen Woche um 0,3 % zu. Er schloss bei 49.626 Punkten. Gefragt waren zyklische Werte, insbesondere die großen Techwerte zeigten eine technische Reaktion nach oben. Bei Softwareaktien blieb diese überraschenderweise aus, sie konsolidierten weiter. Im Fokus stand die Veröffentlichung des BIPs für das 4. Quartal 2025, das mit einem annualisierten Wachstum von 1,4 % gegenüber dem Vorquartal deutlich schwächer als erwartet ausfiel. Am Freitag sorgte die Entscheidung des obersten Gerichtshofs, die reziproken Zölle als unrechtmäßig einzustufen für eine positive Reaktion an den US-Märkten. Die US-Regierung konterte über das Wochenende mit dem Plan einen höheren Basiszolls in Höhe von 15 % einzuführen. Der Dow Jones zeigte sich in der vergangenen Woche wie festgetackert bei 49.500 Punkten. Um dieses Level schwankte er täglich, wie die Dochte der Tageskerzen zeigen – mal über, mal unter dieser Marke. Dies zeigt die Unentschiedenheit der Marktteilnehmer. Unter der Oberfläche steigt die Volatilität des US-Marktes (gemessen am VIX-Volatilitätsindex) langsam, aber recht kontinuierlich an. Dies führte auch dazu, dass die Marktteilnehmer insgesamt vorsichtiger geworden sind, wie die Sentimentumfragen zeigen. Dies ist einigermaßen erstaunlich, denn auf den ersten Blick haben sich die US-Indizes in der vergangenen Woche kaum bewegt. Eigentlich wäre zu erwarten gewesen, dass die Marktteilnehmer sich optimistischer positionieren, um auf einen charttechnischen Ausbruch nach oben zu setzen. Aus unserer Sicht hat der Dow Jones und auch die US-Indizes erneut in der vergangenen Woche zu wenig aus dem noch vorhandenen markttechnischen Rückenwind machen können, was den Verlust an Momentum verdeutlicht. Die Abwärtsrisiken nehmen dann zu, wenn sich dieser Rückenwind ins Gegenteil umdreht, und diesen Zeitpunkt sehen wir nahe. Insofern sehen wir als Best-Case-Szenario für den Dow Jones das Erreichen des Allzeithochs bei 50.520 Punkten, was wir jedoch als unwahrscheinlich ansehen. Vielmehr sollten in den nächsten Wochen die Unterstützungen in den Fokus rücken. Hier wären neben der 38-Tage-Linie (aktuell bei 49.278 Punkten) und der 50-Tage-Linie (aktuell bei 49.049 Punkten) die Verlaufshoch von Mitte Dezember 2025 bei 48.759 Punkten bzw. von Mitte November 2025 bei 48.420 Punkten zu nennen. Insgesamt gesehen halten wir perspektivisch einen Test der steigenden 200-Tage-Linie, die aktuell bei 46.160 Punkten verläuft für ein realistisches Szenario.
Einschätzung
Wir sehen das Aufwärtspotenzial aktuell als sehr begrenzt an. Die Märkte befinden sich mehrheitlich bereits im markttechnisch überkauften Bereich bzw. auf dem Weg dorthin. Dies sollte das Aufwärtspotenzial limitieren und die Konsolidierungswahrscheinlichkeit steigen lassen. Ein Aufbau von Positionen zum aktuellen Zeitpunkt erscheint aus unserer Sicht deshalb nicht interessant. Wir empfehlen die Stops nachzuziehen.
Stand: 23. Februar 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

