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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 07. – 11.09.2026

DAX

In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 26.046 Punkten und verlor 1,97 %. Damit entwickelte er sich etwas schwächer als der Euro Stoxx 50. Steigende Ölpreise im Zuge des Iran-Konflikts verstärkten die Inflations- und Zinssorgen. Die Erholung am Donnerstag und Freitag konnte die Verluste der ersten Wochenhälfte nur teilweise ausgleichen. Bei den Einzelwerten führten Volkswagen Vorzüge (+5,01 %), Commerzbank (+3,90 %) und Continental (+2,23 %) die Gewinnerliste an. Volkswagen profitierte zum Wochenschluss von der Zustimmung des Aufsichtsrats zum Zukunftsplan. Die größten Verluste verzeichneten Rheinmetall (-10,45 %), Siemens (-5,93 %) und Scout24 (-5,41 %). Charttechnisch hat sich der DAX nach dem Rückgang bis auf 25.728 Punkte zunächst stabilisiert. Auf der Oberseite bildet das Dienstagshoch bei 26.206 Punkten die erste Hürde. Darüber rückt das Wochenhoch bei 26.472 Punkten in den Blick. Erst oberhalb dieser Marke wäre wieder Raum bis zum Rekordhoch bei 26.619 Punkten. Auf der Unterseite dient die runde Marke von 26.000 Punkten als erste Orientierung. Fällt der Index darunter zurück, wäre ein erneuter Test des Wochentiefs bei 25.728 Punkten möglich. Ein Bruch dieses Tiefs würde die jüngste Stabilisierung infrage stellen. In der laufenden Handelswoche stehen am Donnerstag die Zinsentscheidung der EZB im Mittelpunkt. Am Freitag folgen die US-Verbraucherpreise für August.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche leicht um 0,3 %. Er schloss bei 53.414 Punkten. Ein steigender Ölpreis sorgte für einem schwächeren Wochenauftakt, ehe der Dow Jones sich ab Wochenmitte erholen konnte. Fed-Gouverneur Christopher Wallner sorgte für einen positiven Impuls, indem er sich taubenhaft (pro lockere Geldpolitik) äußerte. Er tendiere dazu, die Zinsen bei der nächsten US-Zinsentscheidung Mitte September unverändert zu lassen, sofern die August-Inflationszahlen die jüngsten Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung bestätigen. Diese werden in der aktuellen Woche veröffentlicht. Freitag wiederum erhöhten robuste Arbeitsmarktdaten die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im weiteren Jahresverlauf deutlich (>80 % bis Jahresende), was die Aktienmärkte wieder leicht konsolidieren ließ. Gefragt waren in der vergangenen Woche Energie- und Technologieaktien, während zyklischer Konsum und Grundstoffe am stärksten konsolidierten. Nachdem der Dow Jones am 5. August sein Allzeithoch bei 54.413 Punkten (Schlusskursbasis) erreicht hat, befand er sich im August im Konsolidierungsmodus. Nicht ganz unerwartet konnte der mittelfristige Trendkanal, der sich aus den Verlaufshochs von November 2024 und Anfang Juli 2026 herleiten lässt, nicht überwunden werden. Die Konsolidierung fiel vom Hoch zum Tief mit gerade einmal 3,8 % jedoch moderater aus, als wir gedacht hätten. Der Dow Jones bewegte sich in einer Handelsspanne von nicht mal 2100 Punkten. Es kam zu den Tests der Unterseite des früheren Allzeithochs bei 53.345 Punkten, der 38-Tage-Linie (aktuell bei 53.101 Punkten) sowie der 50-Tage-Linie (aktuell bei 52.960 Punkten). Alle drei Marken haben jedoch gehalten bzw. konnten zeitnah zurückerobert werden. Aktuell notiert der Dow Jones exakt über einem flacheren mittelfristigen Aufwärtstrend, der sich aus dem Verlaufshoch von November 2024 und Februar 2026 herleiten lässt. Die Konsolidierung im August hat zwar zu einem Abbau der überhitzten Indikatoren geführt, ein zwingendes investierbares Kaufsignal sehen wir dennoch noch nicht. Zum aktuellen Zeitpunkt sollten deshalb Erholungen nur kurzfristigen Charakter haben. Wir sehen das maximale Aufwärtspotenzial in einem kurzfristigen Überschießen des Allzeithochs bei 54.741 Punkten (Intraday-Allzeithoch vom 5. August 2026). Aus unserer Sicht signalisieren die Optionsmärkte eine gewisse Sorglosigkeit seitens der Marktteilnehmer, positive Kursgewinne auf Tagesbasis führen sofort zu großem Optimismus. Insofern sollten Erholungen nur temporärer Natur sein, bis sich die Indikatorenlage nicht mehr so widersprüchlich zeigt. Die Unterstützungen in Form des bisherigen Allzeithochs bei 53.345 Punkten, die 38-Tage-Linie (aktuell bei 53.101 Punkten) sowie die 50-Tage-Linie (aktuell bei 52.960 Punkten), gefolgt vom Bereich bei 51.567 Punkten können also nochmal ins Spiel kommen.

Einschätzung

Die überhitzten Indikatoren konnten zu einem guten Teil in einer milden Konsolidierung abgebaut werden. Obwohl ein Konsens besteht, dass der September volatil werden kann, führte dies auch zu einem größeren Optimismus seitens der Marktteilnehmer, was uns signalisiert, dass Erholungsversuche nur vorübergehend sein sollten und wir für eine investierbare Rallye noch etwas Geduld benötigen.

 

Stand: 07. September 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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