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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 03. – 07.08.2026

DAX

In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 25.629 Punkten und legte um 2,11 % zu, etwas stärker als der Euro Stoxx 50. Zu Wochenbeginn sorgten die Pause im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie deutlich fallende Ölpreise für Entlastung. Im weiteren Verlauf stützten starke Unternehmenszahlen, allen voran von SAP und Rheinmetall, während höhere Inflationsdaten aus der Eurozone den Anstieg zum Wochenschluss begrenzten. Auf Einzeltitelebene führten SAP (+12,47 %, starkes Cloudgeschäft und überzeugende Quartalszahlen), Rheinmetall (+9,87 %, Gewinnsprung und Rekordauftragsbestand) und Scout24 (+8,70 %) die Liste an. Schwächer tendierten adidas (-8,18 %, Gewinnenttäuschung nach hohen Marketingausgaben), E.ON (-4,49 %) und Heidelberg Materials (-4,34 %). Aus charttechnischer Perspektive setzte der DAX seine Erholung fort und näherte sich erneut seinem Rekordhoch. Die Handelsspanne reichte von 25.303 bis 25.892 Punkten. Das Wochenhoch lag damit nur wenige Punkte unter dem 52-Wochen-Hoch bei 25.900 Punkten und bildet gemeinsam mit der runden Schwelle von 26.000 Punkten die entscheidende Widerstandszone. Auf der Unterseite stützen zunächst der Vortagesschluss bei 25.612 Punkten und das Freitagstief bei 25.550 Punkten. Darunter folgt die psychologische Marke von 25.500 Punkten, bevor das Wochentief nahezu deckungsgleich mit der runden Schwelle von 25.300 Punkten liegt. Solange diese Zone hält, bleibt das Bild konstruktiv. In der neuen Woche rücken die deutschen Auftragseingänge am Donnerstag und die Industrieproduktion am Freitag in den Vordergrund. Zugleich erreicht die Berichtssaison einen Höhepunkt: Aus dem DAX legen 20 Werte Zahlen vor, darunter Siemens Energy, Infineon, Deutsche Telekom, Rheinmetall, Allianz und Munich Re.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones legte in der vergangenen Woche um 1 % zu. Er schloss bei 52.485 Punkten. Die Handelswoche stand im Zeichen der Berichtssaison und der US-Notenbanksitzung. Letztere führte zu kurzfristiger Nervosität an den Aktienmärkten, da die Marktteilnehmer ein klares Bekenntnis von Kevin Warsh zur Inflationsbekämpfung vermissten. Die Renditen der US-Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit erreichte in der Spitze 4,75 % und führten zu schwächeren Kursen an den Aktienmärkten. Microsoft und Amazon sorgten dann mit guten Quartalszahlen für einen versöhnlichen Wochenausklang. Amazon war federführend dafür, dass der Sektor „zyklischer Konsum“ mit einem Wertzuwachs von 8,3 % der beste Sektor der Vorwoche war. Zum Wochenauftakt signalisieren die US-Futures-Märkte eine positive Eröffnung für den Dow Jones und so schickt er sich an, den mittelfristigen Aufwärtstrend bei 52.678 Punkten, der sich aus den Hochpunkten von November 2024 und Februar 2026 herleiten lässt, zu überwinden. Letztendlich befindet sich das bisherige Allzeithoch bei 53.090 Punkten (auf Schlusskursbasis) in Reichweite und die positive Eröffnung deutet darauf hin, dass der Dow Jones in dieser Woche einen Anlauf auf das Allzeithoch unternehmen wird. Wir halten aktuell beim Dow Jones das Aufwärtspotenzial dennoch für begrenzt, da sich die Standardwerte eher im überkauften Bereich befinden. Es ist also zu erwarten, dass rasch wieder Gewinnmitnahmen einsetzen werden und wir ein distributives Verhalten sehen. Mehr Potenzial sehen wir nach der Konsolidierung bei Technologiewerten. Auf der Unterseite sehen wir neben der 38-Tage-Linie (aktuell bei 52.146 Punkten) und 50-Tage-Linie (aktuell bei 51.824 Punkten) die nächste Unterstützung bei 51.567 Punkten.

Einschätzung

Die Geopolitik sollte volatil bleiben. Positive Nachrichten können die Aktienmärkte kurzfristig stützen. Technologieaktien scheinen reif für eine technische Erholung. In Europa signalisieren positive Makrodaten eine zarte Erholung der Wirtschaft, gleichzeitig sind die Investoren dort stark untergewichtet, wie die Zufluss-Statistiken zeigen. Das Aufwärtspotenzial sollte jedoch insgesamt verhalten sein, da der breite Markt eher in überkauftem Terrain notiert.

 

Stand: 03. August 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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