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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 26. – 29.05.2026

DAX

In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 24.889 Punkten und legte um 3,92 % zu, etwas stärker als der Euro Stoxx 50. Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt, kräftige Technologiewerte und eine Erholung im Rüstungssektor stützten die Risikobereitschaft. Der Leitindex blieb am Freitag aber knapp unter der runden Marke von 25.000 Punkten, sodass der Wochengewinn stark ausfiel, die nächste Hürde aber noch nicht überwunden wurde. Auf Einzeltitelebene führten Infineon (+12,62 %, Stärke bei Halbleitern und künstlicher Intelligenz), Merck KGaA (+9,59 %, Prognoseanhebung und Labornachfrage) und Rheinmetall (+9,57 %, Rüstungswerte gefragt) die Liste an. Schwächer tendierten Brenntag (-6,35 %), Vonovia (-2,40 %) und BASF (-1,82 %). Aus charttechnischer Perspektive zeigte der Markt eine klare Erholungswoche. Vom Wochentief bei 23.797 Punkten zog der DAX bis auf 24.944 Punkte an und näherte sich damit der psychologisch wichtigen 25.000er Marke. Ein Anstieg darüber würde den Blick auf das 52-Wochen-Hoch bei 25.508 Punkten lenken. Auf der Unterseite stützt zunächst die enge Konvergenz aus dem Freitagstief bei 24.676 Punkten und dem 76,4-Prozent-Fibonacci-Retracement bei 24.648 Punkten. Darunter folgen der Vortagesschluss bei 24.607 Punkten und der Vorwochenschluss bei 23.951 Punkten. Solange der DAX oberhalb dieser ersten Zone bleibt, wirkt das Bild konstruktiv. In der neuen Woche rücken die vorläufigen deutschen Verbraucherpreise und die deutschen Arbeitsmarktdaten am Freitag in den Vordergrund.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones legte in der Vorwoche um 2,1 % zu und schloss bei 50.580 Punkten, auf einem neuen Allzeithoch. Positive Signale zwischen den Verhandlungen der USA mit dem Iran führten zu einem scharfen Einbruch bei Rohöl, was die Inflationsängste und somit auch die Renditen der Staatsanleihen reduzierte. Es konnten insbesondere zinssensitive Sektoren, wie Immobilienaktien und Versorger profitieren. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe konnte mit einem Wert von 55,3 die Erwartungen leicht übertreffen. Gewinnmitnahmen bei Nvidia und Walmart nach den Quartalszahlen fielen beim Dow Jones deshalb kaum ins Gewicht. Am gestrigen Montag waren die US-Aktienmärkte aufgrund des Memorial Days geschlossen. Die Futures Märkte reagierten jedoch positiv auf hoffnungsvolle Schlagzeilen in Punkto Iran-Krieg, so dass der Dow Jones heute nahe von 51.000 Punkten eröffnen könnte. Wichtig zu erwähnen ist, dass sich das Sentiment bzw. die Positionierung der Marktteilnehmer sehr auf die vorsichtige Seite gedreht hat, was allgemein unterstützend für die Aktienmärkte sein sollte. Die Konsolidierung bis Mitte der vergangenen Woche hat zu einer moderat überverkauften Marktindikation geführt, was auch in dieser Woche den US-Märkten leichten Rückenwind geben wird. Für Investoren mit längerfristigem Zeithorizont sollte es sich jedoch nicht lohnen, diesem Momentum hinterherzujagen, denn viel mehr als eine Erholungswoche gibt die aktuelle Indikatorenlage nicht mehr. Für den Dow Jones bedeutet dies, dass er diese Woche zwar das Potenzial hat, den recht flachen Widerstand bei 51.126 Punkten zu überwinden, der sich aus den Verlaufshochs von Anfang Februar 2026 und dem aktuellen Allzeithoch herleiten lässt. Auf der Unterseite ist der Dow Jones durch robuste Unterstützungen beginnend bei 50.241 Punkten bis in den Bereich bei 48.759 Punkten gut abgesichert.

Einschätzung

Eine positive geopolitische Nachrichtenlage in Verbindung mit einem negativen Sentiment seitens der Marktteilnehmer sollte in dieser Woche unterstützend wirken. Dennoch würde eine positive Kursentwicklung rasch wieder zu einer technisch überhitzten Indikatorenlage führen. Alles in allem sollten sich aus diesem Setup nur moderat positive Kursgewinne entwickeln können. Dies sollte zu einer höheren Volatilität im Juni führen.

 

Stand: 26. Mai 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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