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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 21. – 25.09.2026

DAX

In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 25.304 Punkten und gab um 1,03 % nach. Sinkende Ölpreise ermöglichten zur Wochenmitte eine Erholung, doch Volkswagens Gewinnwarnung zog am Freitag den Automobilsektor nach unten. Zugleich blieb das Zinsumfeld anspruchsvoll, nachdem die Fed ihren Leitzins wegen der anhaltend hohen Inflation angehoben hatte. Auf Einzeltitelebene führten QIAGEN (+5,16 %, erneute Übernahmespekulationen), SAP (+3,31 %) und Rheinmetall (+2,14 %) die Gewinnerliste an. Schwächer tendierten Heidelberg Materials (-7,13 %), Mercedes-Benz (-5,75 %) und Volkswagen Vorzüge (-5,74 %, Gewinnwarnung wegen hoher Sonderbelastungen). Charttechnisch scheiterte die Erholung zur Wochenmitte, denn der DAX schloss wieder nahe dem unteren Rand seiner Handelsspanne von 25.173 bis 25.801 Punkten. Als erste Hürde gilt die enge Zone aus dem 76,4-Prozent-Fibonacci-Retracement bei 25.497 Punkten und der runden Schwelle von 25.500 Punkten. Darüber folgen der Vorwochenschluss bei 25.569 Punkten und der Vortagesschluss bei 25.717 Punkten, bevor das Wochenhoch wieder erreichbar wird. Auf der Unterseite bietet das Freitagstief bei 25.286 Punkten zunächst Orientierung. Fällt auch der Wochenboden, rückt die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten in den Blick. Solange die erste Widerstandszone nicht zurückerobert wird, bleibt die Erholung anfällig. In der neuen Woche stehen die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und die Eurozone am Mittwoch im Vordergrund. Am Donnerstag folgt der ifo-Geschäftsklimaindex, während das deutsche Konsumklima am Freitag Hinweise auf die Kaufbereitschaft der Verbraucher liefert.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 1,7 %. Er schloss bei 51.683 Punkten. Die Handelswoche stand im Zeichen der US-Notenbanksitzung, die erstmals seit 2023 den Leitzins um 25 Basispunkte auf einen Bereich zwischen 3,75 % und 4 % erhöhte. Dies war bereits weitgehend eingepreist, führte aber nach falkenhaften Kommentaren von US-Notenbankchef Kevin Warsh zunächst zu weiteren Gewinnmitnahmen. Er äußerte sich über den kontinuierlichen Inflationsdruck und deutete an, dass man sich innerhalb des dualen Mandats wieder stärker auf das Inflationsziel konzentrieren wolle, nachdem der Arbeitsmarkt stabil sei. Bei zinssensitiven Sektoren kam es deshalb zu Gewinnmitnahmen (Versorger: -3,0 %, Grundstoffe: -1,9 %, zyklischer Konsum: -1,5 %,) während der Technologiesektor (+1,1 % auf Wochenbasis) und die großen Wachstumswerte sich als resistent zeigten. Die moderate Konsolidierung über die letzten Wochen hat inzwischen zu einem weitgehenden Abbau der überhitzten Indikatorenlage geführt, so dass wir in der aktuellen Woche mit Erholungsversuchen rechnen, die wir im Vergleich zu den Vorwochen für investierbar halten. Diese erwarten wir spätestens auf Niveau der 200-Tage-Linie (aktuell bei 50.205 Punkten). Ein weitgehend überverkaufter Markt in Verbindung mit einem vorsichtigeren Sentiment erhöht aus unserer Sicht die Chancen auf eine investierbare Aufwärtsbewegung deutlich. Sollten sich die Erholungsversuche nur lustlos zeigen und ohne größeres Momentum entwickeln, dann sollten Marktteilnehmer dies als Warnzeichen einer lediglich technischen Reaktion interpretieren. In der Vorwoche rutschte der Dow Jones unter die Unterstützung bei 51.983 Punkten, fand aber bei 51.567 Punkten Unterstützung. Eine Rückeroberung der nächsten robusten Widerstandszone bei 52.000 Punkten, die sich zum einen aus dem Verlaufshoch bei 51.983 Punkten bzw. aus der Trendlinie von Mitte Mai 2026 bzw. Mitte Juni 2026 herleiten lässt, sollte den Dow Jones zwar etwas an Aufwand kosten, aber aufgrund der Nähe und des technischen Rückenwindes kein größeres Hindernis darstellen. Wir sehen zunächst durchaus Potenzial bis zur 50-Tage-Linie (aktuell bei 52.883 Punkten) bzw. zur 38-Tage-Linie (aktuell bei 53.100 Punkten). Da bleibt es abzuwarten, wie viel Kraft das Überwinden dieser Levels kosten wird. Wir trauen aktuell dem Dow Jones das Erreichen des Widerstands bei 53.643 Punkten sowie des Allzeithochs bei 54.741 Punkten durchaus zu. Bei möglicher Volatilität aufgrund des Treffens zwischen der Führungsspitze der USA und China sollte gekauft werden.

Einschätzung

Wir sehen die Konsolidierung inzwischen als sehr fortgeschritten an. Auch die Positionierung seitens der Marktteilnehmer ist viel vorsichtiger geworden. Dies erhöht aus unserer Sicht das Potenzial von einer lediglich technischen Reaktion hin zu einer investierbaren Rallye. Der Charakter einer Rallye sollte uns wichtige Hinweise geben. Kommt eine mögliche Erholung nicht richtig vom Fleck (nach oben), dann würde dies wichtige Signale über eine Änderung der Marktcharakteristik senden.

 

Stand: 21. September 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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