für die Woche vom 12. – 16.10.2026
DAX
In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 25.087 Punkten und verlor 0,57 %. Damit entwickelte er sich etwas stärker als der Euro Stoxx 50. Steigende Ölpreise und Anleiherenditen belasteten den Markt im Wochenverlauf. Am Freitag stützten eine Beruhigung am Ölmarkt und rückläufige Renditen die Erholung. Unter den DAX-Werten führten Zalando (+6,87 %), Brenntag (+6,01 %) und Scout24 (+5,69 %) die Gewinnerliste an. Die größten Verluste verzeichneten Infineon (-8,94 %), Deutsche Telekom (-7,00 %) und MTU Aero Engines (-5,75 %). Charttechnisch steht zunächst die am Freitag zurückeroberte Marke von 25.000 Punkten im Mittelpunkt. Solange der DAX darüber bleibt, kann sich die Erholung vom Wochentief fortsetzen. Das Freitagshoch bei 25.165 Punkten bildet den ersten Widerstand. Ein Anstieg über diese Marke würde einen erneuten Test des Wochenhochs bei 25.522 Punkten begünstigen. Oberhalb davon käme die runde Marke von 26.000 Punkten in Betracht. Auf der Unterseite liegt am Freitagstief bei 24.956 Punkten eine erste Unterstützung. Fällt der Index darunter, rückt das Wochentief bei 24.793 Punkten in den Fokus. Ein Bruch dieses Tiefs würde die Erholung infrage stellen und weiteren Kursverlusten Raum geben. In der neuen Woche legen JPMorgan und Wells Fargo am Dienstag ihre Zahlen für das dritte Quartal vor. Am Mittwoch folgen die US-Verbraucherpreise für September. Sie liefern neue Hinweise auf die Inflationsentwicklung und den weiteren Zinskurs der Fed.
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones legte in der vergangenen Woche um 0,9 % zu. Er schloss bei 51.655 Punkten. Nasdaq Composite und S&P 500 konnten während der Handelswoche neue Hochs erzielen. Nicht so richtig ins optimistische Bild passt die Schwäche bei den Small Caps, der Russell 2000 verlor 0,9 %. Gefragt waren die Sektoren, die zuvor unter Druck standen: Nichtzyklischer Konsum (+4,0 %), Versorger (+3,9 %), Energie (+3,6 %) und zyklischer Konsum (+3,1 %). Im Technologiesektor (-0,3 %) sahen wir Gewinnmitnahmen. Aufgrund seines Gewichts in den Indizes verhinderte dies ein besseres Wochenergebnis für Nasdaq und S&P 500. Die Abwärtsdynamik der letzten Wochen in vielen Sektoren sollte zu einer Gegenreaktion an den US-Börsen führen und somit auch im Dow Jones. Im Dow Jones sehen wir sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine positive Entwicklung, aufgrund seiner Sektorenzusammensetzung, die eher die „old economy“ repräsentiert. Wie schwach die US- Aktienmärkte im Schnitt gewesen sind, wird durch die stabile Entwicklung der Indizes markiert. Eine US-Bank schreibt, dass seit dem 1. Juni 2026 89 % der Aktien mehr als 10 %, 54 % mehr als 20 % und 29 % mehr als 30 % an Wert verloren haben. Auch wenn die Rallye bisher noch nicht gezündet hat, so sehen wir noch gute Chancen, dass sie nur aufgeschoben wurde, aber nicht abgesagt ist. Die Unterstützung bei 51.055 Punkten wurde in der vergangenen Woche noch an drei Handelstagen getestet und hat bisher gehalten. Auf diesem Level fanden sich Kaufinteressenten, wie die langen Dochte in den Tageskerzen des Dow Jones zeigen. Um kurzfristig weiteres Aufwärtsmomentum entwickeln zu können, muss der kurzfristige Abwärtstrend bei 51.766 Punkten, der sich aus dem Verlauf seit Anfang August herleiten lässt, überwunden werden. Dies könnte bereits heute zur Markteröffnung gelingen. Auch der Widerstand bei 51.983 Punkten (früheres Verlaufshoch), sollte aufgrund der attraktiven Markttechnik in Verbindung mit einer kleinen Distanz kein größeres Problem zum Überwinden darstellen. Die Widerstände sind zahlreich und so wartet direkt danach die 38-Tage-Linie (aktuell bei 52.250 Punkten) bzw. 50-Tage-Linie (aktuell bei 52.626 Punkten) als nächste Hürde. Bei einem aus unserer Sicht unwahrscheinlichen Test der 200-Tage-Linie (aktuell bei 50.435 Punkten) würden wir nochmals zukaufen. Für die nächsten Wochen sind wir zuversichtlich für die US-Märkte.
Einschätzung
Wir sehen aktuell ein attraktives Chancen-Risiko-Profil für die Aktienmärkte und hier insbesondere in den Sektoren, die über den Sommer stark konsolidiert haben. Für dynamische Rallyeversuche braucht es eine Partizipation des Technologiesektors. Dies würden wir als Indiz dafür sehen, dass die Börsenstimmung weiter positiv bleiben sollte. Ein sinkender Ölpreis und sinkende Renditen würden hier helfen. Schwache Erholungsversuche würden die Wahrscheinlichkeit auf eine lediglich technische Reaktion und auf eine potenzielle Änderung der Großwetterlage an den Börsen geben.
Stand: 12. Oktober 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

