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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 26. – 30.10.2026

DAX

In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 25.182 Punkten und verlor 1,72 %. Damit entwickelte er sich etwas stärker als der Euro Stoxx 50, der im gleichen Zeitraum 2,19 % nachgab. Zweifel an der Rentabilität der hohen KI-Investitionen belasteten nach den Quartalsberichten großer US-Technologiekonzerne besonders Technologie- und Halbleiteraktien. Zugleich ließen erneute Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise steigen und verstärkten die Inflationssorgen. Schwache Konjunktursignale aus Frankreich und Sorgen um dessen Staatsfinanzen erhöhten die Unsicherheit zusätzlich. Die deutschen Einkaufsmanagerindizes zeigten eine Verlangsamung des Wachstums, insbesondere bei den Dienstleistungen. Charttechnisch kommt der Zone um 25.000 Punkte nun besondere Bedeutung zu. Das Wochentief vom Freitag bei 25.014 Punkten liegt unmittelbar darüber. Hält dieser Bereich, wäre zunächst eine Erholung bis zum Freitagshoch bei 25.329 Punkten möglich. Darüber folgt der Donnerstagsschluss bei 25.372 Punkten als nächste Orientierung. Ein Anstieg über diese Marken würde einen erneuten Test des Wochenhochs vom Mittwoch bei 25.706 Punkten begünstigen. Fällt der DAX unter 25.000 Punkte, rückt die 200-Tage-Linie bei rund 24.879 Punkten in den Blick. Ein nachhaltiger Bruch dieses Durchschnitts würde auch das mittelfristige Chartbild schwächen und das Risiko weiterer Kursverluste erhöhen. In der neuen Woche liefert am Montag das ifo-Geschäftsklima weitere Hinweise zur deutschen Konjunktur. Am Mittwoch folgt die Zinsentscheidung der Fed, am Donnerstag die der EZB. Deren Einschätzung von Wachstum und Inflation dürfte besonders aufmerksam verfolgt werden.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones legte in der vergangenen Woche um 0,4 % zu. Er schloss bei 52.362 Punkten. Er entwickelte sich damit erneut besser als S&P 500 oder Nasdaq Composite, die eine weitere Konsolidierungswoche hinnehmen mussten. Stärke war im breiten Markt mit einem Plus von 2,0 % im Russell 2000 und im gleichgewichteten S&P 500, der um 1,1 % zulegen konnte, was verdeutlicht, dass in der Vorwoche die US-Aktien überwiegend gestiegen sind, während insbesondere Halbleiteraktien weiter unter Druck standen. Auch gute Quartalszahlen von Meta wurden abverkauft, weil die Marktteilnehmer sich auf den negativen Cashflow aufgrund der Investitionen in den KI-Ausbau konzentrierten, was zu abnehmenden Margen führt. Zeitnah zum Wochenanfang konnte der Dow Jones die 38-Tage-Linie (aktuell bei 51.976 Punkten), sowie die 50-Tage-Linie (aktuell bei 52.296 Punkten) dynamisch überwinden, fuhr sich dann jedoch erwartungsgemäß am größeren Widerstandsbereich bei 52.880 Punkten fest. Angesichts der soliden und stetigen Wertentwicklung des Dow Jones seit Anfang Oktober von über 4,5 % kommt hier eine Konsolidierung nicht ganz unerwartet. Nach einer möglichen Konsolidierungsphase sehen wir gute Chancen, dass der Dow Jones seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen wird, diesen Widerstand bei 52.880 Punkten überwinden und sich weiter in Richtung 53.250 Punkten entwickeln kann. Wichtig wäre, dass dem Dow Jones in der aktuellen volatilen Phase eine flache Konsolidierung gelingt, etwa indem er die nächsten Unterstützungen in Form der 50-Tage-Linie (aktuell bei 52.296 Punkten) bzw. 38-Tage-Linie (aktuell bei 51.976 Punkten) nicht dynamisch unterschreitet. Die Möglichkeit, dass er die gesamten Gewinne seit Anfang Oktober wieder abgeben würde und die 200-Tage-Linie (aktuell bei 50.584 Punkten) testen würde, halten wir aktuell für sehr unwahrscheinlich. Von möglicher Volatilität, etwa durch die Berichtssaison und die Notenbanksitzung, sollten sich Marktteilnehmer aus unserer Sicht aktuell nicht verunsichern lassen, denn das Chance-Risiko-Profil ist weiter attraktiv, so dass wir noch Luft für weitere Kursgewinne sehen.

Einschätzung

Wir halten das Chancen-Risiko-Profil für die Aktienmärkte weiterhin für interessant. Für dynamische Rallyeversuche braucht es jedoch eine Partizipation des Technologiesektors. Eine Gegenbewegung scheint nicht unwahrscheinlich. Hier wären gute Quartalszahlen von Amazon, Alphabet oder Microsoft, die diese Woche berichten, wichtig. Stärke bei Technologiewerten könnte eine Konsolidierungsphase des breiten Marktes kaschieren. Gerade die US-Märkte haben aus dem attraktiven technischen Bild, das sich seit Mitte September geboten hat, zu wenig gemacht. Setzt sich dieses Verhalten mit schwachen Erholungsversuchen weiter fort, dann sollten Marktteilnehmer dies als wichtigen Hinweis auf eine Änderung der Großwetterlage an den Börsen sehen. Letztendlich haben wir bisher nur eine schwache technische Reaktion gesehen, die in manchen Indizes komplett ausfällt. Wichtig wäre jetzt also, dass die Phase um die Midterm-Wahlen in den USA die übliche starke Wertentwicklung liefert.

 

Stand: 26. Oktober 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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