für die Woche vom 14. – 18.07.2025
DAX
In der vergangenen Handelswoche setzte sich zunächst der Kursanstieg der deutschen Standardwerte fort. Dabei gelang es, ein neues Allzeithoch bei 24.639 Punkten zu generieren. Gegen Ende der Woche verzeichnete der DAX jedoch Kursverluste. Unter dem Strich konnte dennoch einen Wochengewinn in Höhe von knapp 2 % verzeichnet werden. Betrachtet man das „große Bild“, dann ist die Aufwärtsbewegung der deutschen Standardwerte nach wie vor intakt. Selbst Kursziele oberhalb der Marke von 25.000 Punkten erscheinen hier durchaus möglich. Auf der Unterseite bildet die 50-Tage-Linie bei 23.810 Punkten eine erste Unterstützung. Darunter befindet sich der Bereich der ehemaligen Ausbruchszone bei 23.400 und 23.300 Punkten. Dieser stellt eine größere Unterstützungszone dar.
Euro Stoxx 50
Der Euro Stoxx 50 beendete die vergangene Handelswoche bei 5.383 Punkten und gewann 1,80 % auf Wochensicht. Den größten Beitrag leistete der Automobilsektor (+4,10 %), gefolgt vom Baustoffsektor (+3,27 %) und Finanzwerten (+2,36 %). Schwächer tendierten Telekommunikation (-1,83 %) und Medien (-1,79 %). Charttechnisch tastete sich der Index erneut an die Marke von 5.400 Punkten heran, scheiterte dort jedoch zum Wochenabschluss die Marke zu halten. Die Zone bleibt der zentrale Widerstand. Darunter verläuft bei 5.309 Punkten das 76,4 %-Fibonacci-Retracement, das als erste Unterstützung dient. Hält diese Marke nicht, rückt die 5.150 Punktemarke als übergeordnete Schlüsselstütze in den Fokus. Erst ein Schlusskurs über 5.400 Punkten würde das Bild nachhaltig aufhellen; ein Bruch unter 5.150 Punkte trübt das Szenario deutlich ein. Konjunkturseitig richten sich die Blicke in der neuen Woche auf die endgültigen Inflationsdaten für den Euroraum im Juni. In den USA eröffnen die Großbanken die Berichtssaison für das zweite Quartal; in Europa stehen ASML und Nordea auf der Agenda. Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab 1. August Einfuhrzölle von 30 % auf Waren aus der EU und Mexiko zu erheben. Sollten die Märkte das Drohszenario nicht mehr ignorieren, dürfte die Volatilität zu Wochenbeginn spürbar anziehen.
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 1 %. Er schloss bei 44.372 Punkten. Die Handelswoche wurde duch die Zollthematik belastet. Einigen Ländern drohen zum 1. August höhere Zölle, sollten sie nicht noch zu Zugeständnissen gegenüber den USA bereit sein. Brasilien und Kanada drohen Zölle von 50 % bzw. 35 %, Japan und Südkorea von 25 %. Dennoch erzielten der Nasdaq Composite und der S&P 500 innerhalb der Handelswoche neue Allzeithochs. Nvidia überstieg erstmals eine Marktkapitalisierung von über 4 Billionen US-Dollar. Gefragt waren die Sektoren Energie (+2,5 %), Versorger (+0,8 %) und Industrie (+0,6 %), während Finanzwerte (-1,9 %) nach einem Sektor-Downgrade und nichtzyklischer Konsum (-1,8 %) unter Verkaufsdruck standen. Im Dow Jones sahen wir in der vergangenen Woche in Summe eine Seitwärtskonsolidierung. Der Dow Jones war zuvor über zwei Wochen dynamisch gestiegen. Deshalb erreichte er den Widerstand in Form des bisherigen Allzeithochs vom 4. Dezember 2024 bei 45.032 Punkten im Zustand der technischen Überhitzung. Ein Überschreiten dieses Widerstands war somit zunächst nicht wahrscheinlich. Auch in dieser Woche sehen wir nur begrenztes Aufwärtspotenzial, da die überhitzten Indikatoren in der Vorwoche nicht genügend abgebaut werden konnten. Wir rechnen aktuell nicht mit einem nachhaltigen Überschreiten dieses Levels, sondern sehen in den nächsten Handelswochen weiteren Konsolidierungsbedarf. Zumindest einen Retest der 200-Tage-Linie (aktuell bei 42.760 Punkten) halten wir für realistisch. Weitere Unterstützungen sehen wir im Bereich von 43.237 bis 42.789 Punkten.
Einschätzung
Die technische Indikatorenlage wirkt zusehends überhitzt, so dass wir über den Sommer eine Konsolidierungsphase erwarten und das Aufwärtspotenzial für begrenzt halten. Eine weitgehend überhitzte Markttechnik in Verbindung mit optimistischen Marktteilnehmern erhöht die Risiken für eine Konsolidierung. Für einen Positionsaufbau raten wir dazu, eine Konsolidierungsphase abzuwarten.
Stand: 14. Juli 2025 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.
