für die Woche vom 20.07. – 01.08.2025
DAX
Die Konsolidierung des Deutschen Aktienindex setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Unter dem Strich verblieb ein kleines Wochenminus in Höhe von 0,3 %. Im frühen Handel am heutigen Montag sieht es nach der Zolleinigung zwischen den USA und der EU konstruktiv aus. Der Widerstandsbereich um 24.500 Punkten steht zur Disposition. Sollte sich dieser Ausbruch als nachhaltig erweisen, könnte dies die Entwicklung der nächsten Wochen bestimmen. Neue Rekordstände oberhalb des bisherigen Allzeithochs bei 24.639 Punkten erscheinen im Erfolgsfall möglich. Alleine der Faktor Saisonalität mahnt zur Vorsicht. Generell sind die Monate August und September statistisch betrachtet anfällig für Konsolidierungen. Auf der Unterseite befinden sich Unterstützungen bei 23.975 bzw. 23.920 Punkten.
Euro Stoxx 50
Der Euro Stoxx 50 beendete die Handelswoche bei 5.350 Punkten und verlor 0,17 %. Luxusgüter (+1,80 %) und Automobile & Zulieferer (+1,40 %) setzten positive Akzente, während Grundstoffe (-0,81 %) und Finanzdienstleistungen (-0,46 %) bremsten. Charttechnisch tastete sich der Index erneut an die Marke von 5.400 Punkten heran, scheiterte jedoch daran, sie zu halten. Die Zone bleibt der zentrale Widerstand; darüber wartet das Rekordhoch bei 5.568 Punkten. Darunter verläuft bei 5.309 Punkten das 76,4-%-Fibonacci-Retracement als erste Unterstützung; hält diese Marke nicht, rückt die Schlüsselstütze bei 5.150 Punkten in den Blick. Erst ein Schlusskurs über 5.400 Punkten würde das Bild nachhaltig aufhellen, während ein Bruch unter 5.150 Punkten das Szenario deutlich eintrüben würde. In dieser Handelswoche richten sich die Blicke auf die BIP-Schnellschätzung für das zweite Quartal (Mittwoch) und die HVPI-Flashinflation für Juli (Freitag). Unternehmensseitig legen Airbus, Banco Santander, AB InBev, BMW, Schneider Electric, ING, Enel, Saint-Gobain, Mercedes-Benz Group, BASF und L’Oréal ihre Quartalszahlen vor. Die vorläufige Einigung im Zollstreit zwischen den USA und Europa am Sonntag dürfte für einen positiven Wochenstart sorgen.
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones ist gerade dabei, die Hochs von Dezember und Januar bei 45.075 bzw. 45.054 Punkten zu überwinden. Ein neues Allzeithoch ist somit in dieser Woche im Bereich des Möglichen. Unterstützt werden sollte der Markt durch die Einigung im Zollstreit zwischen der EU und den USA. In dieser Hinsicht scheint auch Bewegung zwischen den USA und China zu kommen. Die USA sollen sich zumindest etwas auf China zubewegt haben, kurz bevor die Verhandlungen zum Zollstreit in Stockholm beginnen. Washington habe die Beschränkungen für Technologieexporte eingefroren, um die Verhandlungen mit der Regierung in Peking nicht zu beeinträchtigen, berichtet die Financial Times und beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zudem solle damit dazu beigetragen werden, ein Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Präsident Xi Jinping in diesem Jahr zu ermöglichen. Charttechnisch löst sich die Seitwärtsbewegung des Dow Jones der letzten 18 Monate somit im Erfolgsfall nach oben auf. Dies bedeutet, dass langfristig ein kalkulatorisches Folgepotenzial in Höhe von rund 8.000 Punkten besteht. Auf der Unterseite befinden sich Unterstützungen bei 43.759 und 42.606 Punkten.
Einschätzung
Die Konsolidierung der letzten Wochen könnte kurzfristig beendet sein und neue Hausseimpulse den Markt bestimmen. Unterstützt wird diese These durch „Deals“ des US-Präsidenten im Zollkonflikt. Der Faktor Saisonalität sollte dennoch nicht vergessen werden. Die Monate August und September sind statistisch betrachtet bekannt für Konsolidierungen.
Stand: 28. Juli 2025 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

