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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 04. – 08.08.2025

DAX

Der DAX verlor in der vergangenen Woche 3,3 %. Nachdem er über einige Wochen die überhitzten technischen Indikatoren in einer Seitwärtskonsolidierung abgebaut hat, rutschte er in der vergangenen Woche unter dieses Level. Er befindet sich jetzt mit kurzfristig überverkaufter Indikatorenlage an der nächsten Unterstützung, die durch die Intraday-Verlaufshochs von März 2025 bei 23.479/23.480 Punkten abgebildet werden. Die nächste Unterstützung sehen wir neben der 90-Tage-Linie (aktuell bei 23.289 Punkten) beim Juni-Tief bei 23.069 Punkten, gefolgt vom Februar-Hoch bei 22.852 Punkten. Letzterem kommt aus unserer Sicht eine größere Bedeutung zu, denn ein Bruch dieser Marke würde für eine abgeschlossene Topformation sprechen. Wir erwarten deshalb spätestens bei diesem Level eine technische Reaktion nach oben. Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir nur Potenzial für eine kurzfristige Erholung, die nicht zu neuen Allzeithochs führen sollte. Den nächsten Widerstand stellt die 38-Tage-Linie (aktuell bei 23.914 Punkten) dar.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 beendete die Handelswoche bei 5.166 Punkten und verlor 3,49 %. Öl & Gas (+1,08 %) und Telekommunikation (+0,84 %) hielten sich im Plus, während Automobile & Zulieferer (-9,34 %) und Grundstoffe (-4,76 %) besonders unter den neuen US-Zöllen litten. Charttechnisch rutschte der Index unter die frühere Schlüsselstütze bei 5.309 Punkten; erster Widerstand liegt nun bei 5.188 Punkten, darüber warten 5.218 Punkte, während auf der Unterseite 5.159 und 5.130 Punkte als Haltemarken fungieren. Der RSI um 44 bestätigt die Korrekturphase, gleichwohl bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend oberhalb von 5.130 Punkten intakt. In dieser Woche rücken der finale Services-PMI der Eurozone, die Einzelhandelsumsätze und die deutschen Auftragseingänge in den Fokus. Unternehmensseitig legen Deutsche Post, Infineon, Bayer, Deutsche Telekom, Allianz, Siemens und Rheinmetall ihre Quartalszahlen vor.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche um 2,9 %. Er schloss bei 43.589 Punkten. Die Zollvereinbarung zwischen der EU und der USA sorgte zunächst für einen positiven Start in die Woche, ehe im Laufe der Woche neue Zölle für Brasilien, Kanada, Indien und Taiwan belasteten. Auch gute Quartalszahlen der Schwergewichte Microsoft und Meta konnten da nur kurz helfen. So konnte nur der Versorger Index die Woche mit Kursgewinnen (+1,5 %) beenden, während Grundstoffe (-5,4 %) und zyklische Konsumwerte (-4,5 %) die Verliererliste anführen. Die US-Notenbank lies den Zinssatz unverändert, angesichts eines unsicheren Makroumfeldes. Der Arbeitsmarkt enttäuschte wenige Tage später. Nach der guten Rallye seit April erreichte der Dow Jones sein Allzeithoch vom 4. Dezember 2024 bei 45.032 Punkten im Zustand der technischen Überhitzung. Deshalb war aus unserer Sicht ein Überschreiten dieses Widerstands zunächst nicht wahrscheinlich. Die Konsolidierung der Vorwoche führte bereits zu einem teilweisen Abbau der kurzfristig überhitzten Indikatoren. Mit der 200-Tage-Linie (aktuell bei 42.892 Punkten) liegt eine wichtige Unterstützung nur wenig unterhalb des aktuellen Levels. Von hier aus könnte im weiteren Wochenverlauf eine technische Reaktion nach oben starten. Weitere Unterstützungen sehen wir im Bereich von 43.237 Punkten bis 42.789 Punkten. Mögliches Kursziel für eine kurzfristige Aufwärtsbewegung ist der Bereich bei 44.000 Punkten. Zum Einstieg scheint es aus unserer Sicht noch zu früh, denn das mittelfristig überhitzte Bild ist noch nicht konsolidiert. Deshalb erwarten wir, dass nach einer möglichen technischen Reaktion nach oben, die Konsolidierung weiter fortgeführt wird.

Einschätzung

Es hat eine Bereinigung der überhitzten Indikationen im kurzfristigen Bereich stattgefunden. Eine technische Reaktion im weiteren Wochenverlauf nach oben scheint deshalb wahrscheinlich. Sie sollte jedoch nicht der Startschuss für eine neue investierbare Aufwärtsbewegung sein, sondern eher den Charakter einer technischen Reaktion haben. Wir gehen davon aus, dass die Konsolidierung noch nicht abgeschlossen ist, sprich die Aktienmärkte nach einer möglichen Zwischenerholung ihre Konsolidierung noch fortsetzen.

 

Stand: 04. August 2025 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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