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Technische Aktienmarktaussichten

für die Woche vom 18. – 22.08.2025

DAX

In der vergangenen Handelswoche war der Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska das dominierende Ereignis. Auf die Kapitalmärkte scheinen die Auswirkungen bislang eher gering zu sein, zu vage waren die Erklärungen. Der Deutsche Aktienindex testete letzte Woche erneut den Widerstandsbereich bei 24.500 Punkten, konnte diesen bislang jedoch nicht überwinden. Somit bleiben die grundsätzlichen Aussagen weiterhin bestehen: Solange der DAX die Tradingrange zwischen 23.500 Punkten auf der Unterseite sowie den oben genannten Widerstandsbereich bei 24.500 Punkten sowie das bisherige Allzeithoch bei 24.639 Punkten auf der Oberseite nicht verlässt, entsteht kein neues Handelssignal. Eine nachhaltige Überwindung des Widerstandsbereichs sowie des Allzeithochs wäre deutlich bullisch zu werten. Weitere Kursgewinne wären die vermutliche Folge. Betrachtet man das „große Bild“, so lässt sich feststellen, dass die Aufwärtsbewegung der deutschen Standardwerte nach wie vor intakt ist. Selbst Kursziele oberhalb der Marke von 25.000 Punkten erscheinen hier mittelfristig durchaus möglich. Spielverderber könnte der Faktor Saisonalität werden. Statistisch betrachtet sind der August und der September anfällig für Marktkorrekturen.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 beendete die Handelswoche bei 5.449 Punkten und gewann 1,89 %. In Europa setzten Automobile & Zulieferer (+3,23 %) und Banken (+2,31 %) positive Akzente, während Technologie (-1,06 %) und Immobilien (-0,99 %) bremsten. Charttechnisch pendelte der Index erneut um die Zone von 5.400 Punkten; sie bleibt der zentrale Widerstand, darüber wartet das Rekordhoch bei 5.568 Punkten. Darunter verläuft bei 5.309 Punkten das 76,4-%-Fibonacci-Retracement als erste Unterstützung. Hält diese Marke nicht, rückt die Schlüsselstütze bei 5.150 Punkten in den Blick. In dieser Woche rücken die finalen Inflationsdaten für die Eurozone am Dienstag und die vorläufigen PMI-Umfragen am Donnerstag in den Fokus. Unternehmensseitig ebbt die Berichtssaison ab.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones erzielte in der vergangenen Woche einen Kursgewinn von 1,7 %. Er schloss bei 44.946 Punkten. Am Freitag konnte er mit einem Intraday-Hoch von 45.204 Punkten ein neues Allzeithoch markieren, ehe Gewinnmitnahmen einsetzten. United Healthcare zog den Dow Jones nach oben, nachdem bekannt wurde, dass Berkshire Hathaway eine erste Position aufgebaut hat. Am meisten konnten jedoch Small Caps von der technisch überverkauften Indikation der Vorwoche profitieren. Der Russell 2000 legte um 3,1 % zu. Auch die Inflationszahlen sorgten für einen positiven Schub bei den US-Indizes und führten zu einer Sektorrotation hin zu Sektoren, die von niedrigeren Zinsen stärker profitieren. Aus technischer Sicht sehen wir die US-Aktienmärkte im überkauften Bereich nach der guten Wertentwicklung der Vorwoche. Auch eine Momentumabschwächung ist ersichtlich. Insofern rechnen wir eher mit einer durchwachsenen Börsenwoche, zumal der Dow Jones den wichtigen Widerstand in Form des bisherigen Allzeithochs vom 4. Dezember 2024 bei 45.032 Punkten vor sich hat. Weitere Widerstände sind beim Intraday-Hoch bei 45.204 Punkten bzw. im Bereich von 45.300 Punkten ableitbar. Die Abschwächung des Momentums liefert ein erstes Indiz dafür, dass wir in dieser Woche eher nicht mit einer nachhaltigen Überwindung dieser Marken rechnen können. Die nächste Unterstützung ist aktuell die 38-Tage-Linie (aktuell bei 44.397 Punkten), die aber ansteigend ist. Aktuell stellt die 200-Tage-Linie (derzeit bei 43.001 Punkten) unser Worst-Case-Szenario dar. Weitere Unterstützungen sehen wir im Bereich von 43.237 Punkten bis 42.789 Punkten.

Einschätzung

Aktuell halten wir das Aufwärtspotenzial für begrenzt, da die Aktienmärkte ihre überverkaufte Indikatorenlage in der Vorwoche abgebaut haben. Zudem sehen wir eine Abschwächung des Momentums, die wir als Warnsignal interpretieren für eine volatilere Phase in der zweiten Augusthälfte.

 

Stand: 18. August 2025 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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