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Fear, Greed & Sentiment

Wichtige Indikatoren im Angesicht einer möglichen Sommerkorrektur

Dass Börse viel mit Stimmung zu tun hat, ist keine ganz neue Erkenntnis. Insbesondere dann, wenn es um ganze Gruppen von Marktteilnehmern geht. Deren sogenanntes „Sentiment“ wird in Indikatoren abgebildet, die ein Bild von der Stimmung an den Märkten vermitteln. Angesichts einer theoretisch möglichen Sommerkorrektur an den Märkten haben wir uns zwei davon genauer angesehen:

Für den „AAII Investor Sentiment Survey“ werden seit 1987 Privatanleger nach ihrer Einschätzung der Marktentwicklung in den nächsten sechs Monaten befragt. In den letzten Wochen hat sich der „bullishe“ Anteil der Marktteilnehmer von rund 40 auf rund 30 % reduziert und liegt damit unter dem historischen Durchschnitt von rund 37,5 %. Der „bearishe“ Anteil hingegen hat sich von 33 auf rund 46 % erhöht und liegt deutlich über dem historischen Durchschnitt von 31 %. Auf Seiten der Privatanleger sehen wir also eher abwartende Zurückhaltung. Das ist kein schlechtes Signal für den Rest des Sommers.

Der „Fear and Greed Index“ misst die Bewegungen an den Aktienmärkten, um zu beurteilen, ob Aktien fair bewertet sind. Die Logik dahinter: Angst lässt die Kurse fallen, Gier treibt sie nach oben. Aktuell liege der Fear and Greed Index mit 65 nahezu exakt im mittleren Bereich der optimistischen Börsenstimmung – weit entfernt von einer Übertreibung (ab einem Stand von 75). Der Fear and Greed Index zeigt eine gewisse optimistische Tendenz, jedoch ohne Warnzeichen einer übergroßen Euphorie. Wir sehen darin gute Voraussetzungen für eine weiterhin konstruktive Börsenentwicklung in den nächsten Wochen.

Zu beachten sind jedoch die hohen Bewertungen an den Aktienmärkten, vor allem in den USA, aber auch an den globalen Aktienmärkten. Aus den hohen Bewertungen ergibt sich ein erhöhtes Abwärtsrisiko. Falls doch einmal die Gewinne zurückgehen oder sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern, wäre der Markt anfällig für Korrekturen. Dafür besteht jedoch im Moment kein Anlass – auch gibt es fernab der Schwergewichte des S&P 500 deutlich günstiger bewertete Titel, etwa die US-Nebenwerte im Russell 2000 oder S&P Midcap 400.

 

Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

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