für die Woche vom 28.09. – 02.10.2026
DAX
In der Vorwoche beendete der DAX den Handel bei 25.409 Punkten (+0,41 %) und entwickelte sich damit etwas schwächer als der Euro Stoxx 50 (+1,07 %). Hohe Energiepreise und die Sorge vor weiter steigenden Zinsen belasteten die Stimmung. Sinkende Ölpreise unterstützten die Erholung am Freitag und verhalfen dem Index zu einem kleinen Wochenplus. Die Gewinnerliste führten MTU Aero Engines (+8,83 %), Beiersdorf (+5,73 %) und Siemens (+5,42 %) an. Am stärksten gaben Scout24 (-8,68 %), BMW (-7,75 %) und Volkswagen-Vorzugsaktien (-6,27 %) nach. Aus charttechnischer Sicht stabilisierte sich der DAX zum Wochenschluss oberhalb der 100-Tage-Linie bei 25.336 Punkten, nachdem er am Donnerstag darunter geschlossen hatte. Zusammen mit dem Freitagstief bei 25.347 Punkten bildet sie eine erste Unterstützungszone. Hält dieser Bereich, könnte sich die Erholung bis zum Freitagshoch bei 25.529 Punkten fortsetzen. Ein Schlusskurs darüber würde das Wochenhoch bei 25.783 Punkten in den Blick rücken, bevor die runde Marke von 26.000 Punkten folgt. Fällt der Index hingegen unter die Unterstützungszone zurück, wäre ein erneuter Test des Wochentiefs bei 25.164 Punkten möglich. Darunter läge die nächste Orientierung bei 25.000 Punkten. In der neuen Woche stehen am Mittwoch die vorläufigen deutschen Inflationsdaten und am Freitag der US-Arbeitsmarktbericht im Mittelpunkt. Beide Veröffentlichungen könnten die Zinserwartungen und damit die Richtung am Aktienmarkt beeinflussen.
Dow Jones Industrial
Der Dow Jones konnte in der vergangenen Woche leicht um 0,3 % zulegen. Er schloss bei 51.829 Punkten. Stärke war in den technologiedominierten Indizes zu sehen, so konnte der S&P 500 um 1,2 %, der Nasdaq Composite um 2,1 % zulegen. Small Caps konsolidierten hingegen weiter, der Russell 2000 verlor 0,8 %. Dies dürfte in erster Linie an weiter steigenden Renditen gelegen haben, nachdem der S&P Global US-Einkaufsmanagerindex für September sowohl für das verarbeitende Gewerbe als auch im Dienstleistungsbereich positiv überraschte und sich die US-Notenbank „falkenhaft“ (pro strengere Geldpolitik) äußerte. Ein zeitnaher weiterer Zinsschritt ist wahrscheinlich geworden. Ein sinkender Ölpreis sorgte für Rückenwind an den Aktienmärkten, belastete aber den Energie-Sektor (-3,0 %). Wir sahen eine hohe Dispersion bei den Sektoren in der vergangenen Woche, während Technologie (+3,1 %) und hier auch die großen Wachstumswerte gefragt waren, verloren Finanzwerte (-1,6 %), Zyklischer Konsum (-0,5 %) und Versorger (-3,2 %). Der Dow Jones hat in der vergangenen Woche nur zögerlich auf die attraktive Markttechnik reagiert. Erst ein positiver Marktverlauf am Freitag hat ihn auf Wochenbasis ins Plus geführt. Zuvor testete er die Unterstützung bei 51.567 Punkten, die er im Wochenverlauf zurückerobern konnte. Zum Wochenauftakt könnte der Dow Jones nochmal unter diese Unterstützung rutschen und den Bereich von 51.000 Punkten testen. Wir würden uns aktuell von einem schwachen Wochenauftakt nicht verunsichern lassen und erwarten spätestens auf dem Niveau der 200-Tage-Linie (aktuell bei 50.293 Punkten) eine investierbare Gegenbewegung. Aus unserer Sicht ist die Konsolidierung weit fortgeschritten. Einziger Hemmschuh aktuell ist der große Optimismus seitens der Marktteilnehmer an den Optionsmärkten. Rallyeunterstützend wäre es, wenn die Marktteilnehmer Rallyeversuche bekämpfen würden, indem sie sich vorsichtiger positionieren würden. Insofern wären ein paar Tage mit erhöhter Volatilität hilfreich und würden ein schönes technisches Kaufsignal liefern. Bleibt die Frage wie weit eine mögliche Rallye führen könnte? Die Widerstandszone bei 52.000 Punkten, die sich zum einen aus dem Verlaufshoch bei 51.983 Punkten bzw. aus der Trendlinie von Mitte Mai 2026 bzw. Mitte Juni 2026 herleiten lässt, sollte aufgrund der Nähe und des technischen Rückenwindes kein größeres Hindernis darstellen. Wir sehen zunächst Potenzial bis zur 50-Tage-Linie (aktuell bei 52.814 Punkten) bzw. 38-Tage-Linie (aktuell bei 52.883 Punkten). Die schwache Entwicklung in der Vorwoche erhöht aus unserer Sicht die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei einer möglichen Gegenbewegung lediglich um eine technische Reaktion handelt. Marktteilnehmer sollten auf der Hut sein und genau beobachten, ob das Momentum zurückkehrt. Dies ist durchaus noch möglich, denn die US-Märkte befinden sich in überverkauftem Terrain.
Einschätzung
Wir sehen die Konsolidierung inzwischen als sehr fortgeschritten an, so dass wir für die nächsten Wochen positiv gestimmt sind. Die Erholungsversuche der vergangenen Woche waren jedoch in Summe schwach und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Rallyeversuche lediglich den Charakter einer technischen Gegenbewegung haben. Hier müsste sich die Dynamik deutlich verbessern. Die hohen Renditen und der gleichzeitig große Optimismus der Marktteilnehmer könnten eine dynamische Rallye beeinträchtigen.
Stand: 28. September 2026 – Bitte beachten Sie unsere rechtlichen Hinweise.

