Marktkommentar

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom 17. – 21.07.2017

DAX

Der DAX schloss am Freitag bei 12.632 Punkten und somit 1,96 Prozent höher als die Woche davor. Nach den starken Gewinnen vom vergangenen Mittwoch bewegte sich der DAX auf erreichtem Niveau seitwärts und notiert um die 38-Tages-Linie (aktuell bei 12.637 Punkten) herum. In der heutigen Eröffnung startet der DAX quasi unverändert auf Freitagschlussniveau. Sollte das Hoch vom letzten Donnerstag bei 12.677 Punkten in den kommenden Tagen überwunden werden, so besteht die Hoffnung auf eine Ausdehnung der Erholungsrallye Richtung 12.709 zu 12.763 Punkten. Sollte letztgenannte Marke überwunden werden, könnte dies als Beendigung der jüngsten Korrekturbewegung gesehen werden. Eine Ausweitung der Aufwärtsbewegung Richtung 12.841 Punkten (Hoch vom 26.06.) oder gar 12.952 Punkten zu 13.000 Punkten wäre dann möglich. Scheitert der DAX an der Widerstandszone 12.709 zu 12.763 Punkte, so dürfte erneut Abgabebereitschaft aufkommen. Auf der Unterseite dienen indes die Kombination aus dem Aufwärtstrend seit Februar (aktuell bei 12.532 Punkten) sowie diverse Hoch- und Tiefpunkte bei rund 12.490 Punkten als erster Unterstützungsbereich.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 Index schloss die letzte Woche bei 3.526 Punkten und somit um 1,79 Prozent höher. Zuletzt scheiterte der Euro Stoxx 50 Index beim Versuch, den seit dem Hoch vom 8. Mai bestehenden kurzfristigen Abwärtstrend (aktuell bei 3.519 Punkten) nach oben aufzulösen. Am Freitag schloss der Index erstmals seit längerem oberhalb dieser wichtigen Marke. Sollte diese Hürde nachhaltig überwunden werden, warten bei 3.536 Punkten (38-Tages-Linie) sowie bei 3.661 Punkten erste Widerstände. Ein signifikanter Break über diese Marke rückt die Hochs vom Juli und April 2015 bei 3.714 bzw. 3.836 Punkten in den Fokus. Auf der Unterseite würde eine Verletzung des mittelfristigen Aufwärtstrends, der sich aus den Tiefpunkten Ende Juni 2016 sowie Anfang November 2016 herleiten lässt und derzeit bei 3.472 Punkten verläuft, die Gefahr weiterer Kursverluste erhöhen. Dann könnte sich der Euro Stoxx 50 schnell im Bereich von 3.325 Punkten wiederfinden.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones legte in der vergangenen Woche um 1,0 Prozent zu. Er schloss bei 21.638 Punkten, auf einem neuen Allzeithoch. US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen erklärte vor dem Kongress, dass die Zinspolitik kaum gestrafft werden muss, um eine neutrale Wirkung zu entfalten. Unser Kursziel, das wir aus dem Aufwärtstrend, der sich aus den Verlaufshochs von Mitte April 2016 und Dezember 2016 (aktuell bei 21.683 Punkten) ergibt, herleiten, ist somit erreicht. Insofern gehen wir davon aus, dass die Erholung ins Stocken geraten sollte. Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass der Dow Jones aktuell die Kraft hat, diesen Aufwärtstrend nachhaltig zu überwinden. Insbesondere der Nasdaq Composite wirkt überkauft, nach zuletzt 6 Tagen mit Kursanstiegen. Die nächste Unterstützung ist die 50-Tage-Linie (derzeit bei 21.200 Punkten), sowie das Verlaufshoch vom 1. März 2017 bei 21.116 Punkten. Eine tiefere Unterstützung ist die Marke bei 21.082 Punkten, die sich aus den Tiefpunkten von Mitte Januar und Mitte April 2017 herleiten lässt. Aufgrund des ungewöhnlichen Marktverhaltens derzeit in Kombination mit den negativen Divergenzen, die sich über Monate aufgebaut haben, raten wir eher zur Vorsicht. Sie deuten mittelfristig auf eine Konsolidierung hin. Ideal wäre eine Konsolidierung zumindest bis in den Bereich von 20.000 Punkten.

Bund Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 161,28 Punkten. Damit konnte sich das Rentenbarometer etwas erholen. Neue Impulse sind aber vor der EZB-Sitzung am Donnerstag nicht zu erwarten. Die nächsten Widerstände befinden sich bei 161,92 und 162,27 Punkten. Unterstützungen lokalisieren wir bei 160,83 und 160,31 Punkten. Die technischen Indikatoren sind in der Summe neutral bis moderat negativ zu werten. Wir erwarten eine Tradingrange zwischen 160,31 und 161,92 Punkten.

Empfehlung

Ob es an den Aktienmärkten gelingt, rasch in den Aufwärtsmodus zu gelangen, hängt nicht zuletzt von der aktuell begonnenen US-Berichtssaison ab. Zudem würde ein etwas schwächerer Euro sicherlich zur Kaufbereitschaft beitragen. Wir würden uns an den genannten Chartmarken orientieren und danach handeln.

Stand 17. Juli 2017

Rechtliche Hinweise

Die hier über den Markt wiedergegebenen Informationen und Meinungen wurden am angegebenen Datum erstellt. Sie werden nur zu Informationszwecken als Unterstützung Ihrer selbstständigen Anlageentscheidung weitergegeben. Sie dienen nicht als Angebot, Anlageberatung, Anlageempfehlung oder sonstige generelle oder individuelle Empfehlung der Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft zum Kauf, Halten oder Verkauf oder sonstigen Handel von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten und begründen kein vertragliches Beratungs- oder Auskunftsverhältnis. Die Informationen stammen aus bzw. basieren auf Quellen, die die Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft als zuverlässig erachtet, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit, Rechtzeitigkeit und Aktualität aber keine Gewähr übernommen wird. Die Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft lehnt jede Haftung für Verluste aus der Verwendung ab. Das vorliegende Dokument darf ohne schriftliche Genehmigung der Fürst Fugger Privatbank Aktiengesellschaft weder ganz noch auszugsweise vervielfältigt werden.