Marktkommentar

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom 24. – 28.07.2017

DAX

Der deutsche Aktienmarkt erlebte zum Wochenausklang einen wahren Ausverkauf. Belastend wirkten neben der anhaltenden Euro-Rallye die neuen Negativschlagzeilen aus dem Automobilsektor. Vor diesem Hintergrund schloss der DAX am Freitag bei 12.240 Punkten und somit 3,10 Prozent tiefer als die Woche davor. In der heutigen Eröffnung hält der Abgabedruck an, so dass der DAX kurzfristig unter der Marke von 12.200 Punkten notiert. Damit haben sich zugleich alle Hoffnungen zerschlagen, dass der DAX schnell in seinen seit den Tiefs vom Februar und April 2017 bestehenden Aufwärtstrend (aktuell bei 12.573 Punkten) zurückkehren kann. Mit der Schwäche zum Wochenausklang und in der heutigen Eröffnung fällt der DAX unter den seit dem letzten Jahr bestehenden Aufwärtstrend bei aktuell 12.241 Punkten. Nächste wichtige Unterstützung ist die Zielzone 12.041 zu 12.091 Punkten. Ein Bruch dieser Unterstützung wäre gleichbedeutend mit einem möglichen Abgleiten des DAX unter die Marke von 12.000 Punkten. Auf der Oberseite finden sich Widerstände bei 12.316 Punkten, gefolgt von 12.391 Punkten sowie 12.464 zu 12.581 Punkten. Erst mit einem Anstieg über das Hoch vom 13. Juli bei 12.677 Punkten besteht die Hoffnung auf ein neues Kaufsignal mit Ziel 12.952 zu 13.000 Punkten.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 Index schloss die letzte Woche bei 3.452 Punkten und somit um 2,1 Prozent tiefer. Zuletzt scheiterte der Euro Stoxx 50 Index beim Versuch, den seit dem Hoch vom 8. Mai bestehenden kurzfristigen Abwärtstrend (aktuell bei 3.507 Punkten) nach oben aufzulösen. Am Freitag wurde zugleich der mittelfristige Aufwärtstrend, der sich aus den Tiefpunkten Ende Juni 2016 sowie Anfang November 2016 herleiten lässt und derzeit bei 3.479 Punkten verläuft, gebrochen. Damit erhöht sich die Gefahr für weitere Kursverluste. Eine erste Unterstützung verläuft bei 3.435 Punkten, gefolgt von 3.352 Punkten (200-Tages-Linie) sowie 3.325 Punkten. Auf der Oberseite finden sich Widerstände bei 3.481 Punkten, gefolgt von 3.524 sowie 3.667 Punkten.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones verlor in der vergangenen Woche lediglich 0,27 Prozent. Er schloss bei 21.580 Punkten. Die geringen Kursverluste lassen sich durch einen guten Start der US-Berichtssaison sowie den schwachen US-Dollar gegenüber fast allen wichtigen Währungen erklären. Unser Kursziel, das wir aus dem Aufwärtstrend, der sich aus den Verlaufshochs von Mitte April 2016 und Dezember 2016 (aktuell bei 21.741 Punkten) herleiten lässt, ist somit erreicht. Insofern gehen wir davon aus, dass die Erholung ins Stocken geraten sollte. Sorgen bereitet uns aktuell die nachlassende Aufwärtsdynamik, was an sich noch kein Warnsignal darstellen würde. Allerdings stellen wir Divergenzen bei den Indikatoren fest. Jüngst wurde ein Widerstand überwunden, jedoch blieb die zu erwartende Aufwärtsdynamik aus. Der Stochastik-Indikator gibt bereits ein Verkaufssignal, so dass dieses wohl bald durch ein solches beim MACD-Indikator bestätigt werden dürfte. Wir gehen daher in dieser Woche von einer Korrektur-Bewegung aus. Die nächste Unterstützung ist die 50-Tages-Linie (derzeit bei 21.263 Punkten). Eine tiefere Unterstützung ist die Marke bei 21.142 Punkten, die sich aus den Tiefpunkten von Mitte Januar und Mitte April 2017 herleiten lässt. Ideal wäre eine Konsolidierung zumindest bis in den Bereich von 20.000 Punkten.

Bund Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 162,54 Punkten. Die Erholung des Rentenbarometers setzte sich somit in der vergangenen Woche fort. Positiv zu werten ist, dass es dem Bund-Future gelang, seine 200-Tage-Linie zu überwinden, die derzeit bei 162,39 Punkten verläuft. Unterstützend wirkt der geldpolitische Kurs der EZB. Diese hat mehrfach verlauten lassen, es mit der geldpolitischen Wende nicht eilig zu haben. Wir erwarten eine Tradingrange zwischen 161,70 und 162,90 Punkten.

Empfehlung

Obwohl vor allem die europäischen Aktienmärkte jüngst einen Großteil der seit Jahresanfang gesehenen Gewinne einbüßten, bleiben europäische Aktien ganz oben auf unseren präferierten Aktienmärkten. Allerdings gibt die Charttechnik aktuell noch kein grünes Signal für den Wiedereinstieg in Aktien bzw. für eine Erhöhung bestehender Positionen. Wir bleiben an der Seitenlinie und beobachten das Marktgeschehen.

Stand 24. Juli 2017

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