Marktkommentar

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom 15. – 19. Januar 2018

DAX

Bereits in der zweiten Handelswoche des neuen Jahres ist nicht mehr viel übrig vom Schwung des Jahresauftakts. Die sich ziehenden Sondierungsgespräche über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen über die Bildung einer neuen Regierung belasteten die deutschen Aktienmärkten fast die ganze Woche über, bevor am letzten Freitag mit dem positiven Ausgang der Gespräche Kauflaune aufkam. Der DAX konnte seine bis dato angefallenen Verluste minimieren. Er verlor gegenüber der Vorwoche nur noch 0,56 Prozent. Als anhaltend belastend stufen wir den erneut sehr festen Euro ein. Dieser profitierte von Meldungen, nachdem die EZB ihre ultralockere Geldpolitik in diesem Jahr ändern könnte. Solange der DAX nicht unter die Unterstützungszone bei 13.189 zu 13.208 Punkten fällt, bleibt das positive Sentiment erhalten. Darunter finden sich markante Unterstützungen bei 13.135 Punkten, gefolgt von 13.085 zu 13.099 Punkten. Auf der Oberseite gilt es das Hoch vom 19. Dezember 2017 bei 13.339 auf Tagesbasis zu überwinden, dann bestehen mittelfristig gute Aussichten auf einen Test des Allzeithochs bei 13.526 Punkten.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 Index schloss die letzte Handelswoche quasi unverändert bei 3.613 Punkten oder 0,14 Prozent höher. Die weiterhin positiven Vorgaben der Wall Street verpuffen allerdings, da der Euro auf der Stimmung der Anleger lastet. Wie schon öfters an dieser Stelle geschrieben, ist es notwendig die Widerstandszone zwischen 3.577 zu 3.627 Punkten nach oben aufzulösen. Gelingt es die letztgenannte Marke auf Tagesbasis zu überwinden, bestehen gute Chancen auf weiteres Kurspotential bis zum Hoch vom 01. November 2017 bei 3.709 Punkten. Sollte der Ausbruch nicht gelingen und der Euro Stoxx 50 Index zugleich unter die Unterstützung bei 3.577 Punkten fallen, findet sich die nächste Haltemarke bei 3.526 Punkten (50 %-Fibonacci-Retracement).

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones zeigte erneut eine dynamische Woche mit Kursgewinnen von 2,0. Er schloss bei 25.803 Punkten, auf einem neuen Allzeithoch. Die anderen marktbreiten Indizes bestätigen dieses Hoch. Zyklische Sektoren entwickelten sich am besten, angeführt von zyklischen Konsumwerten (+3,1 Prozent), Industriewerten (+3,2 Prozent) und Energie (+3,2 Prozent). Unter der Oberfläche ähnelte die Marktcharakteristik der US-Börsen stark der Vorwoche und war damit erneut weit weniger robust, als uns die Zahlen vorspiegeln. Erneut war die Entwicklung Futures- getrieben, die Marktbreite wenig überzeugend und teilweise gingen die Kursgewinne mit einer steigenden Volatilität einher. Wir interpretieren dies als Warnzeichen für eine aufkommende Marktschwäche. Insofern halten wir derzeit das Aufwärtspotenzial für begrenzt und erwarten in der Summe bestenfalls eine Seitwärtsbewegung. Die nächste Unterstützung bildet der Bereich bei 24.800 Punkten. Die 38-Tage-Linie liegt bei 24.514 Punkten. Es spricht einiges dafür, dass die US-Börsen im Januar anfällig für eine Konsolidierung sein sollten.

Bund Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 160,71 Punkten und hat damit im Wochenvergleich 0,8 % an Wert eingebüßt. Hintergrund ist die robuste Konjunkturentwicklung verbunden mit der Befürchtung einer nicht mehr ganz so lockeren Geld- und Zinspolitik. Die technische Verfassung des Rentenbarometers hat sich dadurch eingetrübt. Die technischen Indikatoren sind in der Summe überwiegend negativ zu werten. Die nächsten Unterstützungen befinden sich bei 160,11 und 159,78 Punkten. Widerstände lokalisieren wir bei 161,18 und 161,84 Punkten.

Empfehlung

Trotz weiterhin positiver Vorgaben von der Wall Street, können die europäischen Aktienmärkte nur unterproportional davon profitieren. Dies hängt sicherlich mit dem starken Euro zusammen. Wir würden die genannten Chartmarken beachten und darauf handeln.

 

Stand 15. Januar 2018

Gemälde GL-Saal

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