Marktkommentar

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom 22. – 26. Januar 2018

DAX

Am deutschen Aktienmarkt ging es zum Wochenschluss nochmals deutlich nach oben, obwohl die Vorgaben aus den USA – zumindest am Donnerstag – nicht unbedingt darauf hindeuteten. Der weiterhin sehr feste Euro belastet weiterhin nicht. Auf Wochensicht gewann der DAX 1,43 Prozent. Mit dem Anstieg über den seit dem Allzeithoch aus dem November existierenden Abwärtstrend bei 13.228 Punkten setzte der DAX die dynamische Aufwärtsbewegung fort. Zugleich wurde die kurzfristig kritische Widerstandszone bei 13.299 zu 13.351 Punkten überwunden. Aktuell richtet sich der Blick auf die Widerstandszone bei 13.476 zu 13.500 Punkten. Sollte der Ausbruch nach oben gelingen, dürfte zugleich das Rekordhoch vom 07. November 2017 bei 13.526 Punkten fallen. Auf der Unterseite sollte die breite Supportzone bei derzeit 13.119 zu 13.184 Punkten nicht unterschritten werden.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 Index schloss die letzte Handelswoche bei 3.649 Punkten oder 1,00 Prozent höher. Zugleich gelang es die Widerstandszone zwischen 3.577 zu 3.627 Punkten nach oben aufzulösen. Damit ist der Weg frei bis zum Jahreshoch 2017 bei 3.709 Punkten. Sollte der Euro Stoxx 50 Index erneut in seine oben genannte Unterstützungszone zurückfallen, gilt es einen Rutsch unter die Marke von 3.577 Punkten zu vermeiden. In diesem Fall findet sich die nächste Haltemarke bei 3.526 Punkten (50 %-Fibonacci-Retracement).

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones legte um 1 Prozent in der vergangenen Woche zu. Er schloss bei 26.072 Punkten. Innerhalb der Woche erreichte er mit 26.153 Punkten ein neues Allzeithoch, konnte dieses jedoch nicht ganz halten. Die anderen marktbreiten Indizes bestätigen dieses Hoch. Selbst der marktbreite Russell 2000 konnte sich am Freitag mit einem robusten Kursgewinn von 1,33 Prozent noch ins Plus bringen. Er schaffte 0,4 Prozent an Kursgewinnen in der vergangenen Woche. Die Marktcharakteristik der US-Börsen hat sich im Vergleich zu den Vorwochen wenig geändert, aus unserer Sicht war sie weit weniger robust, als uns die Zahlen vorspiegeln. Erneut war die Entwicklung Futures-getrieben, die Marktbreite wenig überzeugend und teilweise gingen die Kursgewinne mit einer steigenden Volatilität einher. Wir interpretieren dies als Warnzeichen für eine aufkommende Marktschwäche. Insofern halten wir derzeit das Aufwärtspotenzial für begrenzt und erwarten in der Summe bestenfalls eine Seitwärtsbewegung. Die nächste Unterstützung bildet der Bereich bei 24.800 Punkten, gefolgt von der 38-Tage-Linie (derzeit bei 24.780 Punkten). Eine weitere Unterstützung bildet die obere Begrenzung des langfristigen Aufwärtstrends, der sich im Bereich von 23.831 Punkten herleiten lässt. Es spricht einiges dafür, dass die US-Börsen im Januar anfällig für eine Konsolidierung sein sollten.

Bund Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 160,60 Punkten und hat sich damit im Wochenvergleich nur marginal verändert. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist, ob der Abwärtstrend bei 160,95 Punkten nachhaltig überwunden werden kann. Unterstützungen lokalisieren wir bei 160,11 und 159,78 Punkten.

Empfehlung

Mit dem positiven Handelsschluss am vergangenen Freitag hat sich das Chartbild sowohl beim DAX wie auch beim Euro Stoxx 50 Index aufgehellt. Beim DAX könnte der Anlauf Richtung neuem Allzeithoch in den nächsten Tagen von Erfolg gekrönt sein.

 

Stand 22. Januar 2018

Gemälde GL-Saal

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