Marktkommentar

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom 22.05. – 26.05.2017

DAX

Nachdem der deutsche Leitindex am vergangenen Dienstag mit 12.842 Punkten ein neues Allzeithoch erreichte, ging es in der Folge teilweise rapide abwärts. Sogar die als kritisch anzusehende Marke von 12.532 Punkten wurde am Donnerstag kurzfristig unterschritten, bevor erneut Käufe einsetzten und den DAX höher schließen ließen. Neben den Geschehnissen in den USA sorgte zusätzlich der fester werdende Euro für Abgabedruck. Trotz der Erholung zum Handelsschluss am Freitag ging der DAX mit einem Minus von 1,03 Prozent aus der Woche. Im Rahmen der laufenden Erholung nähert sich der DAX dem kurzfristigen Widerstandsbereich 12.662 zu 12.666 Punkten. Die große Hürde auf dem Weg nach oben stellt der Widerstandsbereich 12.787 zu 12.842 Punkte dar. Um ein prozyklisches Anschlusskaufsignal im Tageschart zu generieren bedarf es eines Anstiegs über die Marke von 12.842 Punkten. Auf der Unterseite stellen die Marken 12.532 sowie 12.391 Punkte markante Unterstützungen dar. Kurse unterhalb von 12.391 Punkten würden das Chartbild deutlich eintrüben.

Euro Stoxx 50

Der EuroStoxx 50 Index schloss die letzte Woche mit einem Minus von 1,39 Prozent. Nachdem der Index bereits die zweite Woche in Folge im Minus schloss, rückt der alte Baissetrend bei 3.544 Punkten erneut in den Fokus. In diesem Bereich verläuft zugleich der kurzfristige Aufwärtstrend seit dem Apriltief (aktuell bei 3.541 Punkte). Sollte die laufende Erholung fortbestehen, so wartet bei 3.637 Punkten ein erster Widerstand. Ein signifikanter Break über diese Marke rückt die Hochs vom Juli und April 2015 bei 3.714 bzw. 3.836 Punkten in den Fokus. Sollte der Index an der Hürde von 3.637 Punkten scheitern, besteht die Gefahr, dass der EuroStoxx 50 Index das Aufwärtsgap aus dem April (3.581 zu 3456 Punkte) schließt. Ein Gap-Closing würde für ein Scheitern an dem seit Beginn des Jahrtausends dominierenden Baissetrend sprechen.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones konsolidierte in der vergangenen Woche leicht und verlor 0,4 Prozent. Er schloss bei 20.805 Punkten. Das Wochentief wurde am Donnerstag, mit einem Intraday-Tief von 20.553 Punkten markiert, ehe die US-Börsen sich wieder erholten. Die Marktteilnehmer scheinen derzeit gut vorbereitet zu sein auf sinkende Kurse. Sobald Schwäche an den US-Börsen auftritt, nimmt der Absicherungsdruck der Investoren stark zu und verhindert so weiter fallende Kurse. Auch scheinen derzeit zu viele Investoren zu negativ gestimmt – dass die US-Börsen derzeit eher teuer bewertet sind ist allgemein bekannt. Insofern halten wir in dieser Woche das Erreichen des bisherigen Allzeithochs vom 1. März 2017, bei 21.169 Punkten, für möglich. Auch ein Erreichen von 21.217 Punkten, das die Hochpunkte von April 2016 und Dezember 2016 herleiten lässt, halten wir für möglich. Dennoch halten wir das Aufwärtspotenzial für begrenzt, denn um mittelfristig positiv gestimmt zu sein, müsste sich die Marktcharakteristik grundsätzlich verbessern. Wichtige Sektoren, wie Banken, Öl aber auch Transport-Aktien signalisieren, dass durchaus Vorsicht angebracht sein sollte. Nächste Unterstützung ist die 50-Tage-Linie, die derzeit bei 20.776 Punkten verläuft, gefolgt von der 90-Tage-Linie bei 20.581 Punkten. Negative Divergenzen deuten mittelfristig nach wie vor auf eine Konsolidierung hier. Ideal wäre eine Konsolidierung bis in den Bereich von 19.822 Punkten.

Bund Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 161,39 Punkten. Somit notiert das Rentenbarometer zwischen der wichtigen Unterstützung bei 160 Punkten und dem Widerstandsbereich um 161,50 Punkte. Die technischen Indikatoren sind in der Summe neutral bis leicht positiv zu werten. So hat der MACD ein frisches Kaufsignal generiert. An Anstieg über 161,50 Punkte könnte den positiven Impuls verstärken.

Empfehlung

Die Konsolidierung an den Aktienmärkten hat sich in den letzten Tagen beschleunigt. Noch ist ein Ende nicht abzusehen, vor allem da der feste Euro zusätzlich zu den Geschehnissen in den USA belasten.

 

Stand 22. Mai 2017

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