Marktkommentar

Technische Aktien- und Rentenmarktaussichten für die Woche vom 18.09. – 22.09.2017

DAX

Am deutschen Aktienmarkt überwogen zum Wochenausklang die positiven Zeichen. Der DAX schloss bei 12.519 Punkten und gewann auf Wochensicht 1,75 Prozent. In der heutigen Eröffnung kann der DAX seine zuletzt gesehene Dynamik beibehalten und eröffnet im Positiven. Mit dem Anstieg über den seit dem Hoch von 20. Juni bestehenden Abwärtstrend hat sich die Charttechnik deutlich verbessert. Zugleich hat damit die seit Ende Juli bestehende Seitwärtsbewegung ein Ende gefunden und eine Bodenbildung signalisiert. Wichtig ist, wie es danach weiter geht, wenn der Rückenwind vom Terminmarkt (Abarbeiten von Orders aufgrund des großen Verfallstermins vom Freitag) im Laufe des Tages endgültig nachlässt. Dann erst wird sich entscheiden, ob der große Verfallstag ein Trendbeschleuniger in Richtung Allzeithoch war – oder ob es zum Turnaround nach unten kommt. Aus technischer Perspektive würde der Dax erst mit der Überwindung der nächstliegenden Widerstandsmarke, des Juli-Hochs bei 12.678 Punkten, ein frisches Kaufsignal senden. Mit einem Unterschreiten des aktuellen Supports bei 12.475/489 Punkten würde aus der laufenden Konsolidierung wahrscheinlich eine Korrektur mit Zielrichtung 12.314/364 Punkten werden.

Euro Stoxx 50

Der Euro Stoxx 50 Index schloss die letzte Woche bei 3.516 Punkten und konnte auf Wochensicht um 1,97 Prozent zulegen. Nachdem bereits in der Vorwoche der seit dem Hoch vom 08. Mai bestehende Abwärtstrend nach oben aufgelöst wurde, gelang es in der Folge die Widerstände bei 3.462 sowie 3.497 Punkten zu überwinden. Perspektivisch legt dieses Kursmuster sogar einen Anlauf auf das bisherige Jahreshoch bei 3.667 Punkten nahe. Auf dem Weg in diese Region definiert der ehemalige Haussetrend seit Juni 2016 (aktuell bei 3.621 Punkten) ein markantes Etappenziel. Auf der Unterseite sollte es zu keinem Rückfall in den genannten Abwärtstrend kommen, ansonsten könnten die Supports bei 3.397 sowie 3.364 Punkten erneut getestet werden.

Dow Jones Industrial

Der Dow Jones entwickelte sich in der vergangenen Woche dynamisch und legte um 2,2 Prozent zu. Er schloss bei 22.268 Punkten, auf einem neuen Allzeithoch. Ein zu negatives Sentiment und eine zu vorsichtige Positionierung hat dieses Allzeithoch möglich gemacht. Auch wirkte die 50-Tage-Linie als Unterstützung. Wir hatten in der Vorwoche mit dieser Bewegung gerechnet, sie scheint für mittelfristig ausgerichtete Marktteilnehmer jedoch nicht interessant. Zuletzt hatte der Dow Jones 6 positive Börsentage in Folge, so dass der US-Markt aus kurzfristiger Sicht nach oben überdehnt wirkt. Gleichzeitig ist das Sentiment inzwischen in den sehr optimistischen Bereich gekippt, so dass wir in dieser Woche ein sich abschwächendes Momentum erwarten. Wir halten das Aufwärtspotenzial derzeit für begrenzt und gehen nicht davon aus, dass der Dow Jones sich derzeit vom bisherigen Allzeithoch bei 22.179 Punkten nachhaltig absetzen können wird. Neben dem bisherigen Allzeithoch ist die 50-Tage-Linie (derzeit bei 21.826 Punkten) die nächste Unterstützung, gefolgt von der 90-Tage-Linie (derzeit bei 21.538 Punkten). Wir halten nach wie vor eine Korrektur im weiteren Jahresverlauf für wahrscheinlich.

Bund Future

Der Bund-Future notiert aktuell bei 161,31 Punkten. Damit hat sich der Bund-Future im Laufe der letzten Woche deutlich abgeschwächt und das 38,2 %-Retracement der Aufwärtsbewegung vom Juli bis zum August-Hoch bei 161,18 in Augenschein genommen. Vor allem mit dem Unterschreiten des Juli-Aufwärtstrends hat sich das Chartbild merklich eingetrübt. Vor der Sitzung der Fed am Mittwoch dürften Impulse ausbleiben. Sollte die Marke von 161,18 unterschritten werden, sind weitere Abgaben Richtung 160,49 wahrscheinlich. Widerstände finden sich bei 162,00 sowie 162,70.

Empfehlung

Wie schon weiter oben angemerkt, wird sich entscheiden, ob der große Verfallstag am letzten Freitag ein Trendbeschleuniger in Richtung Allzeithoch war – oder ob es zum Turnaround nach unten kommt. Zugleich dürfte die bevorstehende Fed-Sitzung die Kauflaune eher dämpfen. Insgesamt bleibt jedoch die Prognose für das weitere Marktgeschehen positiv.

Stand 18. September 2017

Gemälde GL-Saal

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