Ein guter Start ins neue Jahr

Kommentar

Wir sind gut in das neue Jahr gestartet. Die Unmenge an freier Liquidität fließt mangels Alternativen in die Aktienmärkte. Der sich immer weiter ausbreitende Negativzins auf normalen Konten bewegt viele Neuanleger zu neuen Anlageentscheidungen. Es ist wichtig diese neuen Anleger an die Wertpapiermärkte heranzuführen. Denn bekanntlich sind Börsen keine Einbahnstraßen und es bedarf einer guten Mischung, um auch in schwierigen Phasen das Kapital zu schützen.

In 2020 ist eine große Anzahl von privaten Aktienanlegern an die Märkte geströmt. Das ist eine positive Entwicklung. Diese stürzten sich auf teilweise sehr spekulative Aktien, die gerade voll im Trend liegen. Bewertungen spielen dabei kaum eine Rolle. Interessanterweise wies diese neue Anlegergruppe sogar die destruktiven Hedgefonds-Shortseller in ihre Schranken. Diese verabreden sich, um voll dagegen zu halten. Elon Musk (der Gründer von Tesla), selbst häufiger ein Opfer dieser Shortseller, verbündete sich mit dieser Communitiy. Das alles gab es um das Jahr 2000 schon einmal, was damals in der Dot-Com-Blase, dem sogenannten Neuen Markt, mündete. Auch bei den „grünen“ Aktien sind teilweise extreme Überteibungen zu erkennen. Es wird sehr viel Geld politisch motiviert in diesen Sektor umgeleitet und findet verhältnismäßig wenig Investitionsmöglichkeiten. Daher steigen die Preise von wenigen Unternehmen sehr stark und kommen auch irgendwann wieder entsprechend zurück.

Das alles können und wollen wir in unseren Portfolios nicht abbilden. Der letzte Performance-Euro kostet bekanntlich die meisten Nerven. Wir bleiben bei der bewährten Strategie, Werte mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell und soliden Gewinntrends zu erwerben. Natürlich gehören dazu sehr viele Technologiewerte. Aber Wetten auf ein vages Geschäftsmodell, mit den einhergehenden Volatilitäten von 30-100%, möchten wir den uns anvertrauten Mandaten nicht zumuten.

Aktuell partizipieren wir, dem Trend folgend, mit einer sehr hohen Investitionsquote von der positiven Marktentwicklung. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten diese Entwicklung noch anhalten wird. Natürlich behalten wir die Gefahren im Auge und werden entsprechend agieren.

Rainer Weyrauch

Leiter der Niederlassung Köln, Mitglied des Dreiermanagementgremiums für die zentrale und unabhängige Vermögensverwaltung der FFPB. Verantwortlich für das Management von Spezialfonds und Vermögensverwaltungen für Pensionskassen, Family Offices, Arbeitgeberverbände, Spendenorganisationen, Stiftungen und Unternehmen. Seit 1985 im Renten- und Aktiengeschäft tätig. Financial Planner und Stiftungsexperte.

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